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CD Rezension: Fürstenbund - Wenn der Morgen graut (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: One-Eight-Versand

„Es geht hier nicht um Auseinandersetzungen von Königen oder Fürsten, es geht um die Deutsche Substanz!“… Oh, ich glaube, ich bin gerade in der Falschen Tonspur, „...mein Freund!“.
Denn es geht doch um Fürsten, genauer gesagt um den Fürstenbund und seine Debüt Scheibe.
Um es vorneweg zu nehmen, der Name „Fürstenbund“ hat keine tiefere Bedeutung, er ist durch Wortspielereien im Ü-Raum entstanden.
Und damit sind wir auch schon bei einer positiven Bemerkung, denn die Musiker treffen sich tatsächlich in einem Ü-Raum, um ihr Spiel zu üben. Und diesem Umstand ist es wohl auch geschuldet, das hier wohl aus einem Projekt eine Band erwächst. Der Renitenz Daniel, ein Breakdown Gitarrist und ein Gitarrist mit viel Metal Erfahrung, schlagen hier ein neues Kapital für sich auf. 
Das auch andere Musiker die Ü-Raum und Live Performance verstärken hört man. Musik und Texte stammen aber vom Dreigestirn. Das erklärt auch das Symbol der Band mit den sich überlappenden 3 Ringen. Damit hat euer Treuer Freund und Erzähler euch mal wieder etwas Hintergrund und Mehrwert in dieser Rezension geliefert.
Der Silberling ist im Jewelcase erschienen. Auf dem Frontcover sehen wir eine Landschaft im Morgengrauen (Passt ja zum Namen des Album) und das Bandsymbol als Sonne, die im aufgehen begriffen ist.
Auf den 12 Seiten des Beiheftes, sind die Texte mit Bildern im selben (KI?) Stil unterlegt. Die Kontraste sind gut, und somit auch alles leserlich.
Dem geneigten Hörer erwarten 10 Titel mit einer Laufzeit von 44.57 Minuten. Wenn der Leser aufgepasst hat, verwundert die Laufzeit nicht. Denn ein „Deutscher Rechtsrock mit Metal Einfluss“ deutet sich schon durch die Besetzung an (Voluminöse Gitarren brauchen Raum und Zeit). Und wäre dann auch meine Beschreibung für das, was uns gleich aus den Boxen erwartet.
Wir starten mit „Löwenherz“, das mir im Zusammenspiel von Instrumenten, Stimme und Text sehr gut gefällt. Die Richtung ist gesetzt, und wird virtuos fortgesetzt bis zum letzten Ton auf dieser Lichtscheibe.
Ich bin ehrlich, bei der vorab Veröffentlichung des Titel „Einzelfall“, fremdelte ich etwas mit der Stimme. Aber wenn man das Gesamtwerk vor sich hat, ändert sich das ganz schnell. Hier passt alles zusammen. Die Stimme ist passend und rau zu dem treibenden Schlagwerk und dem fetzigen Gitarrenspiel und vor allem Solos. Hier kommt keiner frisch vom Musikunterricht, hier sind Profis am Werk. Die Texte sind nicht Goethe, aber auch nicht „Hau drauf“. Alles ist verständlich für das Ohr. Inhaltlich sind sie Motivation, Kritik an Politik und Gesellschaft, und Heroische Geschichte.
Ob „Unser Land“, „Schwerttreue“ oder „Ihr seid Schuld“, wenn man sich an das Klangbild erst mal gewöhnt hat, geht man auch voll darin auf. Hier und da finde ich Melodien und Riffs, die mich an andere Lieder und Musiker erinnern, aber das sind nur flüchtige Momente.
Bekanntlich komme ich ja aus einer anderen Musikecke, und präferiere diese zumeist auch in meinem Alltag. Aber Objektiv UND Subjektiv, bleibt mein Ohr durchaus an diesem „Mainstream-Rechtsrock“ hängen, weil er halt einfach gut gemacht ist. Das Wort „Mainstream“ (Kann man mit Massengeschmack übersetzen) soll hier aber nicht despektierlich gemeint sein. Sondern vielmehr, das es in der Gegenkultur, aber auch bei unbedarften Hörern, sicher Anklang im größeren Umfang finden wird. Da bin ich mir ziemlich sicher.
„Wenn der Morgen graut“ gibt als Titellied auch die passende Abschlusszeile zu dieser kurzen Besprechung:
„Ja wenn der Morgen graut erfüllen wir unsere Pflicht und führen dieses Volk aus der Dunkelheit ins Licht“.
Ruhig mal rein hören!

CD Rezension: Maniacs - The smart & the hard side (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: FK-Produktion

Oi! und Skinheadrock sind nicht kaputt zu bekommen, das beweißt die Lichtscheibe der Backstreet Maniacs!

Auch wenn man(n) weiß, hier verwirklicht sich ein Mitglied von Skinfront selbst, so darf und muss man(n) den Silberling getrennt von diesem Wissen betrachten.

Feindkontakt-Produktion entwickelt sich als Hort von Kleinoden, welche nicht in den „Mainstream-Rechtsrock“ passen. Und mit dem vorliegenden Mach(t)werk, wurde dies mal wieder bestätigt.

Vorliegend ist das Digipac, welches auf 500 Stück limitiert wurde. Euer treuer Freund und Erzähler hat die Nr. 63/500 bekommen.

Desweiteren gibt es auch ein Jewelcase, vermutlich in Millionen Auflage.

Bemerkenswert finde ich noch die Liebe zum Detail, da alle Digipac (so steht es in der Labelbeschreibung: „Digipac“) von Hand in Folie gepackt wurden und mit einem kleinen FK-Produktion Aufkleber verschlossen wurden. Herzallerliebst!

Die Aufmachung ist schlicht, aber nicht arm. Grau ist die Farbe, die sich komplett durchzieht.

Auf dem Cover der „Crucified Skin“, darüber der Projekt / Band Name, darunter der Titel des Album.

Im Beiheft mit 12 Seiten findet man die Texte der 9 eigenen Lieder. Bei den 4 Cover: Ursprung, Interpretation und beteiligte Musikanten.

Und das Ganze so abgedruckt, das es sogar ohne Brille leserlich wäre.

Warum man die insgesamt 13 Titel in Smart, Hard und Bonus in der Setliste auf dem Backcover aufgeteilt hat, erschließt sich mir nicht ganz, aber andererseits ist mir das auch wumpe.

Der Hörer bekommt 40.30 Minuten feinsten Oi!, der bis auf 2 Cover, in Deutscher Zunge daherkommt.

Die goile rotzige Stimme, klingt wie extra dafür angetrunken, zu dem (ich möchte schon fast ursprünglichen Klängen sagen) Rhythmus. Der durchaus ein gewisses „Sing-a-Long“ Gefühl vermittelt. Also kein „Hau-drauf-Skinrock“, aber mit einer Spitzen Zunge, aus dem Leben von Gesellschaft und vor allem Szene. Das sind nicht die ’90, das sind die späten 1970 / 80 Jahre, wenn ich Schlagwerk und Gitarre schrammeln höre. Da kann die Scheibe schon mal vom „5 Uhr Tee“ in eine wilde Orgie übergehen, und man hat immer den richtigen Ton getroffen.

Mit „Way of Life“ wird einigen in Großbuchstaben ins Stammbuch geschrieben, und der Stolz in fetten Blockbuchstaben. Das trifft übrigens auch auf „Bruder vor Luder“ zu. Für dieses Thema ist der Sound schon fast zu fröhlich, aber der Kontrast macht es.

Natürlich darf der „Einzelfall“ und der „Schlachtruf der Tyrannei“ als politisch nicht korrekter Stiefelträger nicht fehlen.

Bei „Bootboys for Life“ wird mein kleines Herz zu einem saftigen Steak… Seufz.

Mit „Der Böse Bürger und „Saufen gehen“ (Darf nicht fehlen!) wird es zwar etwas rauer, aber „Hard“?

Auch das Allseits bekannte „Streetfight“ von Skrewdriver fällt unter diese Einordnung. Dabei ist es es sehr Originalgetreu und leicht schleppend vorgetragen. Wirklich sehr gelungen!

Unter „Bonus“ fallen dann 3 Liedlein mit Gastgesang. „Skinheadgirl“ stammt im Original von Symarip und wird hier mit Hilfe der Stimme von Skindogs vorgetragen.

„Face the Aggression“ (Condemned 84) von Smart Violence unterstützt, und „Warte nur ein Weilchen“ von den „Schusterjungs“. Durch die Band Rabauken, wurde diese alte Volksweise in der Szene doch sehr bekannt.

Ich könnte hier und da noch ordentlich in das Detail gehen, aber wer soll diesen Roman dann lesen?

Absolute Kaufempfehlung aus der Zitadelle!

CD Rezension: Stahlkappenglanz - Ziehdie Stiefelendlich an (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: PC-Records

Endlich wieder Radau aus „Glatzen-Anhalt“! Und damit sich das auch vernünftig anhören lässt, zieht euer treuer Freund und Erzähler gleich  seine „… Stiefel endlich an“!

Bei Stahlkappenglanz scheint sich ein 2 Jahres Rhythmus einzupendeln. Demo 2022, Debüt CD 2024, und nun die neue Lichtscheibe 2026. Ein guter Rhythmus, wo ich einfach mit uns.

Deshalb habe ich dem Schreihals auch mein Kleingeld aufgedrängelt, damit ich hier über den Silberling meine Belanglosigkeiten ablassen kann. Dafür bekam ich auch den PIN, welcher den ersten Exemplaren beilag, und eine Widmung in schönster Schönschrift.

Das Jewelcase hat eine absolut passende Aufmachung. Schwarz – Weiß – Grau, würde ich es definieren. Auf dem Frontcover ein Skin, von dem man aber nur den Hals im zugeknöpften

Button-Down Hemd sieht. Mit dem bereits erwähnten PIN am Kragen.

Auf dem Backcover steht neben der Setliste eine Stolze Skingirl Mama mit ihren Kindern.

Ganz allerliebst!

Das Beiheft selbst hat mit fast schon „Kartonartigen“ Papier, satte 16 Seiten. Die Texte sind im Schreibmaschinen Typ abgedruckt und drumherum gibt es passende Bilder. Herrlich, die ’90 haben angerufen, auf Festnetz! Und doch, ist alles von heute. Ich liebe es!

Möchte dem Grafiker an dieser Stelle meine Hochachtung aussprechen.

Bevor wir nun den Abtaster anwerfen schnell ein Dosenbier besorgt, damit wir die 10 Lieder mit einer Spielzeit von 46.50 Minuten, auch zünftig zelebrieren können.

„Es geht wieder los“ schreit es aus den Boxen, und der „Hau drauf Skinhead Rock“ einer besseren Zeit scheppert durch die Zitadelle.

Es folgt „Zieh die Stiefel endlich an“, was ja auch der Name des Album ist. Nicht nur meinereiner fühlt sich sofort an Gerbenok und einem ähnlich klingenden Titel erinnert. Hat aber musikalisch und inhaltlich nichts mit einander zu schaffen. Singen die einen von Szene, singen die Stiefelträger aus „Glatzen-Anhalt“ von Widerstand und „in Ärsche treten“. Hätten wir das also auch geklärt.

„Nazi-Rock“ ist ein ganz besonderes Schmankerl im dargebotenen Reigen. Für mich DIE Hymne auf der CD: „Im Geist von Ian Stuart, echter Idealismus. Für die Freiheit und das Volk, Rock gegen Kommunismus“. Und als Sahnehäubchen gibt sich auch Uwocaust, mit einem Gastgesang, die Ehre. 

Goiler Scheiß!

Diesmal gibt es sogar einen Titel in Englischer Sprache, der sich sogar gut anhört. Was bei Deutschen Kombos oft nicht der Fall ist: „Never Surrender“. Erinnert mich etwas an Vengeance mit „Forward into War“, wenn das noch jemand kennt.

Lokalpatriotismus darf, naturgemäß, nicht fehlen. Und so ist der Titel „Das Land meiner Ahnen“ nur nymphoman… äh, zwangsläufig.

„Du hast die Wahl!“ geht inhaltlich Tief, und wird sogar dezent von einem Klavier begleitet.

Bei „Eines Tages wird es enden“, erfreut uns eine liebliche Frauenstimme, bevor der Schreihals selbst es zu Ende bringt.

Ich muss zugeben, das ich mich in vielen Texten wiedergefunden habe. Der Sound ist der unverfälschte „Way of Life“ wie er in der Goldenen Ära der Skins in Deutschland beliebt war, und heute wohl wieder ist. Das Gesamtwerk holt mich einfach ab. Rau, unverfälscht, mit Klartext.

Ich freue mich schon darauf, in 2 Jahren (reicht vollkommen!) wieder einen Silberling aus „Glatzen-Anhalt“ zu ergattern. Bis dahin wird man Stahlkappenglanz sicher auf einer der Bühnen antreffen, die doch die Welt bedeuten sollen.

CD Rezension: Jules Hates Frank - Alles wird gut (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Oldschool-Records

Punx not Red! Diesen Beweis liefern erneut die Jungs von der Wasserkante unter dem Lebensnahen Namen: 

Jules Hates Frank. 

Nachdem ich mit der CD Veröffentlichung „Diktatur der Toleranz“ im Herbst 2023 nicht ganz glücklich war, stieg die Erwartung doch sehr auf die vorliegende Lichtscheibe. Auch genährt durch gelegentliche Hörproben.

Also gehen wir es an.

Wie bei Punkrocker zu erwarten, gibt es kein Schnickschnack und Schischi, sondern ein solides Jewelcase.

Die Farbgebung möchte ich als „Dämmerungs-Orange“ bezeichnen. Auf dem Frontcover ist ein ausgebrannter VW Käfer (kein Beetle!) zu sehen. Übrigens der selbe "Käfer" auf der Rückseite des Beiheftes in Rauchschwaden und auf dem Backcover als Wrack. Da mir der Schreihals keine Auskunft über die von eurem treuen Freund und Erzähler vermuteten Bedeutung des Motiv geben wollte (Du Sack!), stelle ich einfach mal in den Raum, dass es etwas mit dem Namen des Album zu tun hat: „Alles wird Gut“. Denn auch die Geschichte des „KDF-Wagen“ nahm trotz des letzten Völkerringen noch einen positiven Verlauf.

Der Ziegenbock im Inlay dürfte eine dezente Anspielung auf den Titel „Sexsafari“ auf dem Album sein. Da bin ich mir zu 88% sicher.

Das Beiheft hat 12 Seiten. Die Texte von 9 Liedern sind dort „weiß auf schwarz“ gut und leserlich (sogar ohne Brille!) abgedruckt. Also alles was man braucht und nicht mehr.

Silberling in den Abtaster geworfen, und ab der Punk!

Fast 40 Minuten Deutscher Punkrock aus dem Land zwischen den Meeren, erwarten uns.

12 Tracks, von denen zwei Cover sind. Ein Separater Einspieler nach Art eines Jimi Hendrix geht dem Titel „“USA (Das Imperium)“ voran. Deshalb auch „nur“ der Text von 9 Stücken im Beiheft.

Und es geht auch flott mit „Arroganz durch Macht“ los. Ein goiler Sound von der Straße mit schriller Gitarre, dumpfer Schießbude und der rotzigen Stimme des Schreihals Ändi, weiß einem Stiefeljungen sofort zu begeistern. Trotz einer professionellen Studioaufnahme bleibt diesmal der Bier und Rauch geschwängerte Duft eines Ü-Raum daran hängen. Und das ist, was es ausmacht und in der Zitadelle gefallen findet. Denn es hört sich vom ersten Ton an, echt an.

Die Gesellschafts- und Politik Kritik, welche sich durch das gesamte Album zieht, ist genau das was man auch von Punkrocker erwartet. Textlich und musikalisch also voll auf die 12!

„Sauerländer Bauernfänger“ wurde bereits im Vorfeld der CD Veröffentlichung in diesem Internetz präsentiert. Ob das Lied von den Lakaien in der „Waschmaschine“ (Bundeskanzleramt) von Berlin, heimlich über Kopfhörer genossen wird, ist hier leider nicht bekannt. Vorstellbar ist es, bei dem bisher unbeliebtesten Kanzler der real existierenden BRD.

Neben dem bereits erwähnten Titel „USA (Das Imperium)“, und „Meldestelle für Rassismusfälle“, finde ich auch „P.A.K.“ (Punkrock-Antikommunismus), und „Die Keule (Langsam Reicht’s)“ besonders, auch inhaltlich, gelungen.

Von den Covern finde ich eines besser gelungen als das andere. Aber findet doch gerne selber heraus, welches für euch gelungen ist.

Mit dem Titelgebenden Lied „Alles wird Gut“, werden wir dann recht positiv verabschiedet.

Meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zum letzten Album, und deshalb auch von hier aus zu empfehlen. Ich muss nun endlich mal einen Termin für Fischbrötchen und Holsten Edel im Ü-Raum machen. Denn der Stil fetzt einfach und ich mag die Mucke, sowie die Jungs.

CD Rezension: Storm of Mind - Sturm des Geistes (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: OPOS-Records

Für euren treuen Freund und Erzähler war Storm auf Mind bisher unbekannt. Ihre Debüt Scheibe „Unbelehrbar Patriotisch“ brachten sie bereits 2011 heraus, was an mir völlig vorbei gegangen ist.

15 Jahre später gibt es ein Lebenszeichen in Form des Silberlings „Sturm des Geistes“, was zugleich die Deutsche Übersetzung des Bandnamens ist.

In der Zwischenzeit waren die Musikanten allerdings nicht untätig, denn sie sind maßgeblich u.a. bei Neubeginn oder Sick Society tätig. Zumindest sind das die Kombos, welche mir etwas sagen.

Interessant zu Wissen ist die Tatsache das, der Schreihals von Storm of Mind, gelernter Schlagzeuger ist und sich in anderen Bands auch in dieser Funktion verdingt.

Sozusagen ein „Phil Collins des Rechtsrock“.

Auch die Tatsache, das die Herren sich in einem Ü-Raum treffen und ihre Musik zusammen Proben und Einspielen, ist heute (leider) einer Erwähnung wert.

Die Lichtscheibe ist im Jewelcase erschienen. Auf dem Cover sehen wir eine Hinrichtung auf dem Elektrischen Stuhl. Bezeichnenderweise auf dem Backcover das ganze von hinten.

Das Beiheft mit 12 Seiten ist wie das Gesamte Erscheinungsbild vermutlich mit KI erstellt worden. Woran man sich (leider) inzwischen fast gewöhnt. Dabei aber nicht schlecht erscheint.

Positiv hervorzuheben ist die Leserlichkeit der Abgedruckten Texte.

Geboten werden 10 Lieder, die eine Spielzeit von satten 47.45 Minuten haben.

Auch wenn das Label in seinem Werbetext von einem „modernen, härteren RAC“ spricht, möchte ich den Stil mit meinen zarten Öhrchen eher in den Bereich Metal, Metalcore, etc. verorten.

Aber was weiß ich schon von Musik, ich schreibe nur darüber und gröle selbst manchmal in ein überteuertes Mikro.

Überhaupt ist es immer sehr interessant, wie die Wahrnehmung des Hörer und der Musikanten diesbezüglich, manchmal auseinander gehen. Mir geht es zumindest gelegentlich so.

Also ran an den Abtaster und die Nachbarn ärgern.

Mit dem Titellied „Sturm des Geistes“ beginnt der Reigen, welcher die Ohren mal richtig durchpustet. Man meldet sich mit klaren und verständlichen Worten zurück: „Wie ein Phönix aus der Asche steigen wir auf. Der Sturm des Geistes zieht wieder auf“.

Nicht nur textlich, auch gesanglich ist der Gesang immer gut zu verstehen. Kein Shouten oder Screamen, wie es genannt wird. Für mich ein Pluspunkt.

Mal Gesellschaftskritisch wie in „Mach dich frei“ oder „Poser“, welches auch als Szenekritik wahrgenommen werden kann. Mal mit Bezug zu unserem Arteigenen Glauben wie in „Yggdrasil“, mal sehr persönlich wie in „Gestern, Heute, Morgen“, scheppert die Doublebass rasend und die Gitarren mit harten Riffs durch die Boxen. Wobei es dennoch irgendwie Melodisch bleibt. Tempowechsel gibt es ebenfalls, so das man immer wieder neugierig ist, wie sich der jeweilige Titel entwickelt.

Neben den 8 eigenen Werken, werden auch zwei Cover zum Besten gegeben.

Zum einen „Machines“ von Shutdown, was mir ehrlicherweise überhaupt nichts sagt, und ich deshalb auch nicht bewerten kann.

Last but not least, zum Ausklang der CD, gibt es mit „The Rain will come again“ von Rahowa auf die Ohren! Und dieses Cover ist so dermaßen in jeglicher Hinsicht gelungen, dass es bei einer „Blindverkostung“, (ungeübter Ohren) sicherlich einige Punkte einheimsen könnte, wenn man fragt: „Welches ist das Original?“. Um nicht das erwähnte Original aus dem Regal zu friemeln, habe ich das Lied spontan mehrfach gehört. Also als Rahowa Cover Band, könnten sich die Jungs durchaus einen Kleinwagen nebenher verdienen, die Säle wären garantiert voll. Und ich mit dabei!

Keine Musik für meinen Alltag, aber abundzu auch für mich hörenswert. Außerdem gibt es über die Fähigkeiten der Musiker, keine zwei Meinungen. Die sind Top!

CD Rezension: Stahlgewitter - Staat aus Stahl (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Das Zeughaus

„Für die kleingeistige BRD wird das Bitter, jetzt ist sie raus die neue Stahlgewitter…“

Der werte Leser sehe es eurem treuen Freund und Erzähler nach das hier leicht abgewandelt, dieses berühmte Zitat, das Intro zu dieser Rezension bildet. Ich konnte einfach nicht widerstehen.

13 Jahre ist es nunmehr her, das uns Stahlgewitter mit ihren kämpferischen Melodeien erfreuten. Aber Totgesagte leben bekanntlich länger!

Mit „Staat aus Stahl“ haben die Herolde einer neuen Zeit wieder ein Meisterstück abgeliefert, das seines gleichen sucht. 

Ja, Frank & Gigi haben das Wagenrad nicht neu erfunden, aber in der Zitadelle ist man mit „Im Zeichen des Blitzrades“ mehr als nur Zufrieden, womit wir das Intro der Scheibe auch schon abgefrühstückt hätten, das mit einer knappen Minute gerade dazu ausreicht, sich ein Kaltgetränk aus dem Kühlschrank zu holen.

Wäre ich nicht vorgewarnt worden, wäre ich an diesem Pfingstmontag 2026 vermutlich ebenso aus dem Bett gefallen, wie die Hörer der musikalischen Gegenkultur im Allgemeinen (und die Staatlichen sowie NGO antideutschen), als plötzlich alle Händler die neue Lichtscheibe von Stahlgewitter feilboten.

Und es wurde haptisch auch eine kleine Palette dargeboten, so das für jede Lebensrealität etwas dabei ist: 

Jewelcase, Media-Buch und USB-Stick.

Für mich etwas überraschend (aber dann doch nicht, wenn man sich umhört), war die Tatsache das sich um den auf 500 Stück limitierten USB Stick fast geprügelt wurde. Er war binnen Stunden ausverkauft.

Auch das Media-Buch scheint inzwischen nicht mehr zu haben, da es auf den Seiten der einschlägigen Dealer (fast) nicht mehr zu finden ist. 

Auch hier gab es laut Label eine Limitierung, die aber bis dato nicht genannt wurde. Also bleibt für alle, die nicht schnell genug waren „lediglich“ das Jewelcase. Aber ich bin mir zu 88% sicher, eine Schallfolie wird sicher Zeitnah folgen. 

Ach, und was ist mit einer Kassette? Frage für einen Freund… 

Vorliegend sind also Jewelcase und Media-Buch.

Die Aufmachung ist schlicht, aber edel!

Auf dem Jewelcase haben wir einen ästhetischen Adler (aus der Zeit vor der BRD und vermutlich von einem „Zigaretten Album“ inspiriert), welcher auf einem Sockel mit der Inschrift „Staat aus Stahl“ thront. 

Darüber der Schriftzug: Stahlgewitter. 

Das Ganze in Gold, auf Marmor Hintergrund. Auf und in, sage und schreibe, 28 Seiten Beiheft, findet man alle Texte, so wie Gruß & Dank. Aufgrund der Seitenzahl, und des etwas schwereren Papier, bekommt man das Beiheft fast nicht aus dem Plastik. Und noch schwerer wieder rein. Das erste mal, das ich etwas über ein dickes Beiheft zu motzen habe.

Das Media-Buch hat im Prinzip die selbe Aufmachung, nur das der Adler eher im Kaiserlichen Deutschland zu verorten ist, und ohne Sockel auskommt. Darunter haben wir in goldenen Lettern die Schriftzüge: Stahlgewitter und „Staat aus Stahl“. Erwähnenswert dürfte sein, das sich der Druck haptisch abhebt, wenn man mit den Fingerspitzen über das Cover gleitet. Sehr Edel!

Das eingeklebte Beiheft enthält hier zwar auch 28 Seiten, aber zusätzlich noch einen Text zum „Blitzrad“ Intro mit der Überschrift: 

„Symbol und Manifest des Widerstandes“.

Liebe Freunde des Emsländer Appelkorn, über die Optik kann der Kunde nicht meckern!

Wollen wir den Silberling jetzt ein mal einwerfen und uns für 40.39 Minuten in eine bessere Welt begeben? Ja? Denn man tau (denn ma to)!

Das Intro geht unmerklich direkt in „Staat aus Stahl“ über, was nun hinlänglich als Titel des Albums bekannt ist. 

Im übrigen gibt es das Titel Lied und das Lied „Erkenne dich“ auch autorisiert auf einer Video Plattform in diesem Internetz, seit dem Erscheinen der CD.

„Gleißender Strahl, pure Energie… Stählerne Bewegung, stahlhart“, ich liebe die Wortfindung, welche Frank & Gigi an den Tag legen. So auch in „Stählerne Bewegung“. Überhaupt ergänzen sich beide Protagonisten hervorragend beim Texten und Komponieren.

Nach hiesiger Kenntnis, und entgegen der Landläufigen Meinung, ist hier nicht einer das „Mastermind“ sondern alles Entsteht in Gemeinschaftsarbeit. Und das klappt doch seit 1995 ganz extraordinary!

Bei aller Ernsthaftigkeit der geschilderten Geschichten, Begebenheiten und traurigen Tatsachen, bleibt doch alles in wunderschönen Reimen, die an die Schönheit der Deutschen Zunge in den letzten Jahrhunderten erinnert. Und doch, kommt immer wieder der Schelm der Dichtkunst und der Wortspielerei (Ich liebe Wortspiele!) durch. Ob nur angedeutet in „Deutsche Erhebung“, oder mit nostalgischem Augenzwinkern wie bei „Drei Dekaden“, wo alte Shantys noch ein mal eine Ehrung erfahren. 

Bei „Misanthrop“ und „Offene Psychiatrie“, umspielte mehr als nur ein Schmunzeln meine Lippen. Auch „Keine Diktatur“ erfreut mein kleines, sarkastisches, Herz. Denn Sarkasmus macht Freude, wenn man Menschen beleidigen kann und sie sagen noch: Danke!

Oder war das die Satire? Nun, immerhin darf Satire ja alles, wie wir durch Tucholsky gelernt haben.

Das Gesamtwerk „Staat aus Stahl“ möge der geneigte Hörer bitte selbst erkunden. Die Worte, welche Gigi in das Mikro röhrt, auf sich wirken lassen. Die Typische „Stahlgewitter-Gitarre“ von Frank als Drachenboot durch die Gehörgänge rauschen lassen. Und die Kämpferischen Melodien in sich, für mutige aber besonnene Taten, als Musik zu seinem „Lebensfilm“ aufnehmen.

Ein jeder an seinem Platz und seinen Fähigkeiten. Wie es die Volksgemeinschaft, unserer Art, seit Jahrtausenden praktizierte.

„Wir gehorchen nicht dem Feind!

Wir dienen keiner Schuld!

Wir dulden keine Ketten!

Heil dem Blitzrad!

Denn auf einfache Wege schickt man nur die Schwachen".

CD Rezension: Freiheit für Manuel (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: OPOS-Records

Mit dem Solidaritätssampler für den in der Alpenrepublik eingekerkerten, politischen Gefangenen, Manuel Eder macht man prinzipiell nichts verkehrt. Nicht nur, das man in fast 75 Minuten Spielzeit, 18 Tracks der unterschiedlichsten Couleur aus der musikalischen Gegenkultur geboten bekommt... Nein, ihr unterstützt ein tapferes Herz und Weltanschaulich gefestigten Familienvater und Kameraden. Gerne verweise ich an dieser Stelle auch an die Mitarbeit von WWW.VERBOTSGESETZ.AT an dieser Lichtscheibe.

Wenn ihr euch jetzt fragt, was ihr für eure Solidarität bekommt, möchte euer treuer Freund und Erzähler kurz dazu berichten:

Das Jewelcase kommt in einer Schwarz-Grünen Grundoptik daher. Auf dem Cover ist Manuel am Mikro abgebildet. Umrandet von einem Kreis aus Kettengliedern. Und dieses Bild umrandet von Stacheldraht und Eichenlaub.

Im 16 Seiten Beiheft sind alle Texte gut leserlich abgedruckt. Vielleicht etwas klein, um evtl. 2 Seiten einzusparen, aber dank dem guten Kontrast von weißer Schrift auf schwarzen Grund (und meiner neuen Brille!) absolut in Ordnung.

Vertreten auf dem Silberling sind:

Heilige Jugend (Incl. Intro „Kampfansage“), Die Lunikoff Verschwörung, Moshpit, In Ketten (Wer das ist, ergibt sich aus dem Beiheft), Flak (Feat. Blutzeugen), Ewige Eiche, Killuminati, Gegenpol, We Want War, Blutzeugen, One Million Lies, Antithese, Antagonist, Painful Awakening, Civil Disorder und Still The Same.

Von der Rockballade bis zum Hatecore ist hier praktisch alles vertreten. Desweiteren sind bis auf 3 Titeln (Auf der Setliste Nr. 3, Nr. 6, Nr. 12) alle Lieder extra eingespielt und hier erstmals veröffentlicht worden. Also mitnichten eine „Resterampe“, wie manche Zeitgenossen Sampler manchmal abschätzig nennen.

Obwohl es bei diesem Projekt vermutlich unerheblich ist, möchte ich der werten Leserschaft dennoch mitteilen, das mir Lunikoff, Flak (Feat. Blutzeugen) sowie In Ketten, mit am Besten gefallen.

Andere Hörer, werden sicherlich andere Präferenzen haben.

Bei dieser Scheibe stehen aber einfach andere Dinge im Vordergrund, als das Subjektive auseinandernehmen einer musikalischen Produktion.

Seid solidarisch, zeigt Solidarität, kauft diesen Solidaritätssampler, um einen Familienvater zu unterstützen.

Schon morgen kann es DICH treffen!

CD Rezension: Bandsalat - Doitschland (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Germania Versand

Doppelmoralisten und Nipster brauchen jetzt übrigens nicht mehr weiterlesen, denn es geht um Musik aus dem Leben, mit Freude. Ergo: Lebensfreude (und Stolz).

Band Salat (wichtig ist die Worttrennung!) ist inspiriert vom Sound der 1980 / 90 und dem „Way of Life“, der bis heute nicht Tot zu kriegen ist.

Aber fangen wir mal mit der Optik an:

Die Jewelcase ist bewusst schlicht und im Stil der 1990 gehalten. Auf Weißen Grund ist eine Kassette mit der Beschriftung Band Salat und dem Albumtitel „Doitschland“ abgebildet. Drumherum Stacheldraht. Im 16 Seiten Beiheft bleibt man ebenso schlicht, aber leserlich, wenn man die Texte nachlesen will.

Für die auf 500 Stück limitierte Erstauflage gibt es auch noch einen Pappschuber, der das „Doitschland Tape“ in einer Anlage zeigt.

Eine Runde und stimmige Aufmachung, wie euer treuer Freund und Erzähler meint.

Wenn wir nun den Silberling in den Abtaster werfen, werden in einer Spielzeit von 34.47 Minuten, ganze 14 Tracks geboten. Wenn wir Intro und Outro abziehen, verbleiben 12 Stimmungshits.

Schon im Intro vernimmt man eine fetzige Gitarre und es geht flott zur Sache. So flott und melodisch bleibt es auch. Modernen Oi! würde ich die Spielart nennen. Da steckt können hinter. Auch stimmlich geben die Schreihälse (2 an der Zahl) alles, ohne ins grölen zu verfallen. Wie man im Beiheft nachlesen kann, hat man sich an glorreichen Namen, wie u.a. Endstufe, Freikorps, Triebtäter, Rabauken, Daily Terror, Sturmtrupp und sogar Die wahre Pracht orientiert. Na, und da weiß man, was man hat! (Wer kennt noch diesen Werbespruch?)

Mit „Oitastisch“ gehen wir dann auch direkt in die Vollen der Haarlosen und Stiefelträger.

Freunde des Hopfenblütentee, da wippt der beschuhte Fuß aber schon ganz kräftig und alte Bilder erscheinen vor dem geistigen Auge.

Inhaltlich wird sofort klargemacht „Wir reden Klartext, machen keine Show, benehmen uns daneben – einfach so“. Keine Texte von Schiller, keine „Anschlußfähigkeit“, das Leben wird in all seinen Facetten besungen. Und das ist Rau, hat aber auch seine feuchten Momente.

„Mir Stinken die Linken“ ist einer der Texte, der verdeutlicht wo man Weltanschaulich steht, und geht ebenfalls voll ab. Überhaupt verliert man bei keinem Lied, bei keinem Text, die Gute Laune.

Allerspätestens nach „Leberzirrhose“ ist der Durst auch beim Hörer angekommen, und man will sich unweigerlich ein Kaltgetränk zur Hand nehmen. Was man auch machen sollte, trinken ist wichtig!

Mit „Bandsalat“ (hier zusammen geschrieben) beschreibt sich die Kombo selbst: „Auf den Punkt und immer unbequem, Bandsalat – gegen das System“.

„Keine Zecke“ ist nachvollziehbar und „Leckt mich am Arsch“ geht an den Bunzelbürger dieser Republik.

„Wir sind Doitsch“ und „Wir stehen hier“ impliziert stark zu bleiben, trotz Dreck und Rückschlägen.

„OI OI Feiern“ ist so derbe und doch so lustig, das es als Partyhymne voll tauglich ist, sofern man schon eine Buddel Lockstedter geleert hat.

Das Wörter wie „Doitschland“ mit OI auf Cover und im Beiheft geschrieben werden, verstärkt den Retro Charakter dieses Silberlings. Und doch ist das alles von heute und macht sicherlich auch jungen Stiefelträgern viel Freude in ihrer Lebenswirklichkeit.

Entdeckt unbedingt die gesamte Scheibe und feiert sie, wie wir trotz allem das Leben feiern wollen und müssen.

Die Erstauflage ist inzwischen ausverkauft, wie man hört. Aber vielleicht findet ihr beim Händler eures Vertrauens noch ein Exemplar mit Pappschuber. Aber keine Angst, eine Neuauflage ist unterwegs, allerdings ohne Schuber!

Aus der Zitadelle ein kräftiges Oi! und Möh! Kaufpflicht! 

CD Rezension: Lass Knacken - Die Hoffnung stirbt zuletzt (2025)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Heimdall-Versand

Gegründet wurde die Kombo in der Zweiten Hälfte der 2000 Jahre. Die Skins spielten den Soundtrack ihres Lebens, und des unverfälschten „Way of Life“.

Tatsächlich kam es aber nie zu einem Live Auftritt. Wenn man davon absieht, dass es mal eine Einladung auf ein Punk/Oi! Festival gab, und als die Veranstalter sahen wer da Kahlgeschoren und ihn Martens vor ihnen stand, bekamen sie dann doch kalte Füße. Auch weil der alte Schreihals ein bekannter Skin aus dem Mansfelder Land war.

Ein Demo soll zwar existieren , wird aber noch im Original gesucht (Neulich habe ich auf dem Dachboden…).

Lustig ist auch die Namensfindung für „Lass Knacken“. Verantwortlich dafür ist ein Werbeplakat an einer Tankstelle irgendwo in „Glatzen-Anhalt“. Auf der mit dem Spruch „Lass Knacken“, Werbung für den „Tankstellen-Fasan“ gemacht wurde.

2024 erinnerte sich einer der Original „Lass Knacken“ Skins an all dies, und suchte sich mit „Lala“ einen Mitstreiter für die Schreierei.

Und so haben wir nun also 2025 das Debüt dieser RAC Band mit nur gut 15 Jahren Verspätung.

Das Jewelcase erfreut uns mit einer Zeichnung von einem „Punkschädel“ in der Hand einer unbekannten, aber wohl Kahlgeschorenen Person. Umrahmt von einem Lorbeerkranz, auf dem Cover.

Das Beiheft hat 12 Seiten, und beinhaltet die Texte der 10 Titel. Als Hintergrund wurden Bilder gewählt, welche die „Gute alte Zeit“ widerspiegeln. Auf der Rückseite des Beiheftes sagt der Schreihals dann auch noch „Danke“.

Was mir sofort aufgefallen ist: Das Label wurde in der Gestaltung nicht erwähnt. Offiziell wird zwar der Heimdall-Versand in den Verkaufstexten der Versände genannt, aber auf der Gestaltung der CD fehlt dieser Hinweis. Sicher ist nur, das OPOS-Records beim Vertrieb hilft.

Ich wollte es nur mal erwähnen…

Jetzt aber endlich zum Inhalt:

Der Silberling hat eine Laufzeit von gut 40 Minuten. Geboten wird Bodenständiger RAC in deutscher Sprache, der nach hinten heraus immer besser wird.

Los geht es mit „Lass Knacken“! Welches sich Textlich an die gute Zeit erinnert und die leidige so wie Nostalgische Frage stellt: „… wo seid ihr alle heute?“

Die Gitarre ist sehr präsent und verspielt in den Aufnahmen. Das Schlagwerk ist deutlich zu vernehmen und die Stimme hat so gar nichts mit der von M&E gemein, wie es im Labeltext suggeriert wird. Ja, die Stimme ist sehr rau, aber auch mit Melodie. Die Symbiose von Instrumenten und Stimme passt aber gut mit den Texten. Hier wird auch nicht auf „Gigi für Arme“ gemacht.

Oder kurz gesagt: Alles hört sich authentisch an.

Apropos Texte: Neben klassischen Texten wie in „Skinhead“ oder „A.C.A.B.“, gibt es viel Gesellschaftskritik und Aufruf zum Widerstand.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ als Titellied, benennt die NWO als das, was sie ist. Aber auch die Titel „Endlose Stille“ oder „Völker in Aufruhr“, haben inhaltlichen Tiefgang.

In der Zitadelle ist „Lass Knacken“ die Bestätigung dafür, das die Skinhead-Vintage Welle weiter rollt. Neben Hochglanz Produktionen, findet die Musikmafia und das was vom „Way of Life“ übriggeblieben ist (oder neu dazu kommt) wieder zurück zu den Wurzeln.

Während degenerierte von „Diversität“ sprechen, leben wir die musikalische Vielfalt unserer Weltanschauung. Und das ist auch gut so, denn es werden damit viele mitgenommen.

Ich bin mir sicher, wir werden wieder von den Musikanten aus „Glatzen-Anhalt“ hören.

CD Rezension: Ultima Thule - Frihet (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Dim-Records

Liebe Freunde des Mjöd, euer treuer Freund und Erzähler hat die Ehre, die Aktuelle Lichtscheibe „Frihet“ der Könige des „Vikingrock“, zu rezensieren: Ultima Thule!

Schon in den frühen Jahren als Stiefelträger, war mir Ultima Thule ein Begriff. Und ich war, und bin, bis heute von den Mannen aus Nyköping / Schweden schwer begeistert!

Wenn ich das richtig recherchiert habe, ist „Frihet“ (Freiheit) ihr 30 (!) Vollalbum. Und die Mannen waren bis Dato, an weit über 100 Produktionen seit 1985 beteiligt.

Die Nordmänner begleiten meinen Lebensweg also praktisch schon, seit dem ich das Erste mal meine Martens geschnürt habe.

Ich gehe davon aus, dass ich hier offene Türen mit meinen Zeilen eintrete, wenn ich voraus setze, das Band und Musik allseits und hinlänglich bekannt und beliebt sein dürften!

Leider habe ich Ultima Thule bisher nur ein mal live in der real existierenden BRD erlebt, und das war bereits in den goldenen 1990 Jahren. Auf Vinyl und Silberling sind sie aber immer verfügbar.

Das schlichte aber aussagekräftige Digipack (Es gibt das Album auch als Schallfolie, 500 x in Color spezial!) zeigt einen nordischen Krieger mit einer entsprechenden „geschnitzten“ Schmuckumrandung. Die Grundfarbe von Cover und 12 Seiten Beiheft ist Grau. Lediglich die Rückseite des Beiheftes ist farbig, und zeigt die Musiker beim futtern in einem Imbiss.

Auf der Innenseite des Digipack findet man in Schwedischer Muttersprache und Englisch sozusagen ein „Dank und Gruß“.

Geboten werden 10 Lieder. Davon 9 in Muttersprache und ein Lied in Englisch.

Da Schwedisch zwar nicht weit weg von der Deutschen Zunge ist, aber dennoch nicht zu meinem Repertoire gehört, habe ich mein Feldtelefon zum Übersetzen der Titel genutzt.

Eigentlich wäre es mir auch (fast) egal, was sie singen, den die Symbiose von Melodie, spielerischem können, und der Stimme von Janne T. begeistert mich einfach.

Ich kann aber versichern, die unbeugsamen Chart Helden liefern immer Patriotisch (in anderen Ländern ist dieser Begriff nicht so in Misskredit geraten wie in der BRD!), kritisch und geschichtsbewußt ab.

Mit „Ge fan aldrig upp“ (Niemals aufgeben) beginnen wir den Reigen, aus dem hohen Norden.

Mag man sich spontan auf einem Drachenschiff wähnen, so geht es inhaltlich doch mehr um die Gegenwart in und von Schweden. Dort wie hier, ist der Kampf gegen die „Dunkelheit“ im vollen Gange.

Wo die Wurzeln der Künstler liegen, bezeugt der Text von „Sindre&Brokk“. Es handelt sich hier um die Zwerge, die Thor seinen Hammer Mjölner geschmiedet haben.

Das Titellied „Frihet“ würde auch in Deutscher Zunge den Nagel auf den Kopf treffen:

„Sprich also, auch wenn deine Stimme versagt. Denke, auch wenn deine Gedanken dich quälen. Denn Freiheit ist uns nicht geschenkt. Sie lebt nur, wenn wir es wagen.“

Die etwas getragene Melodie, verstärkt hier nur die Kraft des Wortes.

Wenn man sich unter Kennern umhört, wird „Blod och is“ (Blut und Eis) als besonderer „Gänsehaut Moment“ hervorgehoben. Und in der Zitadelle kann ich dem nur zustimmen:

„Wenn das Eis bricht und die Nacht flieht, hör unsere Stimmen widerhallen wie die Schreie der Walküren. Wir sind die Letzten, die sich weigern aufzugeben, und wir werden triumphieren - oder auf dem Schlachtfeld fallen“.

Ich merke gerade, ich werde vor Begeisterung wieder sehr ausschweifend… Meinen persönlichen Moment der „Erpel-Pelle“ hatte ich aber noch mehr bei „Moder Svea och folket“ (Mutter Schweden und das Volk). Ohne Übersetzung, könnte man von einem romantischen Duett von zwei verliebten ausgehen. Aber verstärkt durch eine weibliche Stimme, wird hier harsche Kritik an den Herrschenden und ihrem Verrat an dem Volk geübt. Lief beim ersten durchhören direkt 3x durch!

Am Ende der Lichtscheibe werden wir mit „Roots of steel“ (Wurzeln aus Stahl) entlassen. Auch hier ist der Text wieder sehr kämpferisch und wird für die Allgemeinheit, vermutlich durch den Englischen Text, besser verständlich sein.

Das Album wurde in dem No Shame Studio, von Ultima Thule, aufgenommen (Wo auch sonst).

Euer treuer Freund und Erzähler kann sich kaum an dem Album satt hören, und der Abtaster kommt somit kaum zur Ruhe. 

Weil ich mir u.a., auch für euch, noch andere Künstler aus der Gegenkultur anhöre. 

Das Album „Frihet“ wird mich sicher sehr, sehr, lange begleiten. Und wie so manches ältere Werk von Ultima Thule werde ich es sicher immer, und immer wieder, aus dem Regal holen.

Denn Ultima Thule sind die Könige des Vikingrock!

Kaufpflicht!

CD Rezension: Mjölner - Evigheten (2024)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Dim-Records

Hej, hej, Ihr Berserker und Schildmaiden! 

Lust auf „Evigheten“ (Ewigkeit)? 

Dann seid ihr mit Mjölner bestens bedient!

Eures treuen Freund und Erzählers Recherche zu Mjölner, war etwas zäh, nachdem ich den Silberling im Briefkasten vorgefunden habe. Ich hoffe aber, euch hier zuverlässig zu informieren.

Dim-Records hat in Zusammenarbeit mit Olifant-Records, No Shame und Mjölner Studio, ein feines nordisches Scheibchen produziert.

Ob es sich bei Mjölner um eine richtige Band, oder doch eher um ein „Ein-Mann-Projekt“ handelt konnte hier nicht wirklich abschließend eruiert werden. Allerdings ist klar: „Nille“ ist der Frontmann, welcher u.a. auch bei Hotrod Frankie beteiligt ist.

Ich fand in diesem Internetz mehrere Einträge mit Mjölner, und konnte einige Beteiligungen an Samplern, aber auch 3 Vollalben aus den vorwiegend 2000 Jahren finden.

Für mich ist das vorliegende DigiPack (Auflage 500 Stück) allerdings ein Debüt in den Ohren.

Und so werde ich auch an diese Besprechung heran gehen.

Auf dem Cover sehen wir den Hammer von Thor / Donar, also „Mjölner“ (Mjölnir), als Denkmal in Blitzgewaltiger Dämmerung. Auf dem Backcover ist nur noch der Sockel vorhanden. Dafür haben wir die Setliste aufgeführt. Auf der Innenseite des Digipack das selbe Bild, aber mit Dank und Gruß. 

Ein Beiheft ist nicht vorhanden.

Ob das aus „Gründen“, oder den Produktionskosten geschehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

So kann ich mit meinen rudimentären Kenntnissen der Schwedischen Sprache nur die Liedtitel für mich (und euch) übersetzen.

Geboten werden im Abtaster 9 Lieder. Kann man mit einer Spielzeit von 35.07 Minuten noch als Vollalbum durchgehen lassen.

Wer Vikingrock mag, kommt hier jedenfalls voll auf seine Kosten.

Direkt beim Einstieg mit „Här Vill Jag Leva“ (Hier möchte ich Leben) fühlte ich mich an den Klassiker von Balmung „Auf der Suche nach Thule“ erinnert. Aber keine Angst (oder Hoffnung), das bleibt nicht so.

Im Verlauf der Scheibe bekommen wir mit einer wundervollen Stimme und wundervollen, melodischen, Pagan-, Folk-, Vikingrock, wie er anscheinend den Schwedischen Musikern direkt mit in die Wiege gelegt wird, direkt Lust auf Mjöd und Axt schwingen. 

Aber in Romantisch.

Mit „Gimle“, werden wir in das Paradies des nordischen Götterglauben entführt. Dort hin gehen die Göttern nach Ragnarök. So steht es zumindest in der Edda.

Bezeichnenderweise nannte auch Vidkun Quisling, Norwegischer Ministerpräsident von 1942-1945 (Ermordet 1945), seine Villa in Oslo so.

Mit den Titeln „Hela Vägen Hem“ (Auf dem Weg nach Hause) und „Jag Ger Mig Av“ (Ich gebe auf), wird es etwas ruhiger im Reigen. Kommt dafür aber besonders intensiv.

Ob hier im Gesamtwerk hauptsächlich über die Götter und die Ahnen gesungen wird, erschließt sich mir nicht. Vermute aber auch Gesellschaftskritik in manchen Texten.

(Manchmal wünschte ich mir einen Universalübersetzer wie im Star Trek Universum!).

Am Ende der Lichtscheibe, lautet die Parole: „Äras Han Som Äras Bör“ (Ehre wen Ehre gebührt), und das ist eine Aussage, der ein jeder Zustimmen kann.

In der Zitadelle lautet das Fazit: 

Ich habe bekommen, was ich erhofft und erwartet hatte.

Professionelle Stimme und Musik, Vikingrock der nicht nur persönlich durch die Musiker, eine Nähe zu Ultima Thule hat. Und doch anders ist.

Wer einen Faible für das Nordische und Vikingrock mit gefühlvollen Melodien hat, kommt nicht umhin, sich diesen Silberling zuzulegen!

CD Rezension: Frontfeuer - 20 Jahre - Unbeugsam (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Rebel-Records

Freunde des gezapften Bock-Bier: man soll es ja nicht für möglich halten, aber Frontfeuer (warum eigentlich nicht mit oi geschrieben?) haben nach 10 Jahren ihr neues und somit drittes Vollalbum über Dr. Rebel auf den Markt der Gegenkultur geworfen.

Und was soll euer treuer Freund und Erzähler sagen... es weiß in der Zitadelle zu gefallen.

Fangen wir, wie immer, mit der Aufmachung an:

Erschienen ist der Silberling im Jewelcase. Das Frontcover zeigt einen trotzigen Mann, der von Dolchen (in der Dämmerung) bedroht wird. Halt „Unbeugsam“ wie der Album Titel uns schon verraten hat. Und dies auf die Kapelle bezogen, seit 20 Jahren!

Das 16 Seiten Beiheft ist sehr professionell gestaltet, wir bleiben zwar in einem grauen „Schwarz und Weiß“, aber die Kontraste sind sehr gut. Was auch auf die zumeist leserliche Schrift der Texte zutrifft. Zwar sind sie manchmal sehr klein (meist ob der Textmenge), und / oder in verschiedenen Schriftarten und Größen gedruckt, aber da habe ich in den letzten Monaten und Jahren schon schlimmeres gesehen. Von daher bin ich froh, hier einmal loben zu dürfen. Unironisch!

Im Inlay gibt es einen Sinnspruch und auf dem Backcover die Setliste.

Wenn wir die Lichtscheibe in den Abtaster legen, erwarten uns 50.28 Minuten an Spielzeit. Welche auf 12 Lieder verteilt sind.

Auch wenn das erste Lied „Jetzt erst Recht, Hepp! Hepp!“ mit 1.37 Minuten recht kurz anmutet, ist es von hier aus nicht als „Intro“ zu werten. Sondern ganz klar als Vollständiges Lied, mit dem Text und dem Aufbau dessen. Von mir aus können wir es ein „Amuse-Bouche“ nennen.

Im typischen Deutschen Rechtsrock Sound geht es in den folgenden Titeln weiter. Die Schießbude ist sehr präsent, die Gitarren heulen wie der Sturmwind, und die Dreckig, rotzige, Stimme des Schreihals, passt einwandfrei zur Melodei. Da die Tanzkapelle aus Beeskow / Brandenburg stammt, und somit auch nur 70 Km von Berlin entfernt ist, wundert es auch nicht, dass die Stimme eine Klangfarbe hat, die zumeist Schreihälsen aus dem Reichshauptdorf und drumherum, zu eigen scheint. So mein Gefühl aus den letzten Jahrzehnten.

Das man mit so einer Stimme, die Texte besonders sarkastisch, ironisch, lustig, aber auch durchaus Ernsthaft herüber bringen kann, trifft die Ausdrucksweise, welche auch vom Autor bevorzugt wird.

Ernsthaft wird es insbesondere bei den Titeln „“Wir schreien es laut“, über die Deutschen Ostgebiete: 

„Das Land, egal wer’s jetzt Besetzt, Germanisch und nicht Slawisch ist"!

Und z.B. bei „Auf Biegen und Brechen“, welches vom Kampf der Deutschen Jugend am Ende des letzten Völkerringen berichtet. Der Text trifft mitten ins Herz.

Aber auch Stücke des frohen Mutes lassen den Hörer beim wippen des Fußes etwas Schmunzeln.

Ob „Neue Hymnen“, oder „20 Jahre Frontfeuer“, sind gelungene Werke der Lebensfreude.

Wobei mich die Textzeile bei Letzt genannten Titel „Auf die nächsten 10 Jahre Rock fürs Reich“, doch etwas irritiert. Wird da schon ein Ende bis 2036 angekündigt?

Mit „Revolution“ wurde ein Titel recycelt / neu eingespielt, der bereits 2014 auf dem Sampler „Berlin Brandenburg III“ vertreten war.

Nun, warum auch nicht, nicht jeder wird das aufmunternde Lied kennen oder gar den Sampler besitzen. 

„Ick findsch jut!“

Mit dem Gastgesang eines älteren Herrn aus dem Reichshauptdorf, wurde der KDF Klassiker

„Die letzten im Lokal“ Lebensecht in Szene gesetzt, und dürfte auf so mancher Party für Stimmung sorgen. 

Da bin ich mir zu 88% sicher!

Zum Guten und besinnlichen Abschluss wird, zusammen mit der Stimme von Volkstroi (da haben wir ja endlich das oi!), „Für Freunde – Unvergessen“ zum Besten gegeben.

Wer sich die Lichtscheibe zulegt, macht definitiv nichts verkehrt.

Aus der Zitadelle gibt es hiermit eine Kaufempfehlung!

CD Rezension: Aufbruch - Suncity Skins - Heureka - Orgullo Sur - United 4 (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: OPOS-Records

Wenn sich Aufbruch, Wiesel, diesmal als Heureka (Deutschland), Sun City Skins (Mexiko) und Orgullo Sur (Chile) zusammenschmeißen, bekommen wir die United Vol.4 CD geliefert.

Diese, von der Formation Aufbruch in die Welt gesetzte Split Reihe, gibt es bereits seit 2012.

Diesmal neu dabei, sind die Jungs aus Chile und Mexiko. Die uns in der Vergangenheit schon mit ihren Klängen erfreuten.

Auf dem Frontcover des Jewelcase ist eine Weltkarte abgebildet, auf der Stecknadeln in den jeweiligen Herkunftsländern der Musiker stecken.

Darunter sind die Künstler mit ihren souveränen Landesfahnen und Herkunftsorten aufgelistet.

Das Beiheft enthält 12 Seiten. Die Texte sind mal mehr, mal weniger lesbar, was mit dem Hintergrund zusammenhängt. Denn hier wird mit Phantasie Landkarten gearbeitet.

In der Mitte gibt es ein Statement von Manuel/Aufbruch zu dieser Scheibe.

In Deutsch und Spanisch.

4 Bands / Projekte mit jeweils 3 Titeln, ergibt nach Adam Riese 12 Lieder und 46.45 Minuten Spielzeit.

Den Anfang im Abtaster macht der Initiator, Aufbruch, aus Mannheim.

Mit „Wo führt das noch hin“, wird im Rechtsrock Metal Stil die Heimatstadt und ihr Niedergang besungen. 

„Der Feind liest mit“ wurde bereits zum Jahresbeginn als Video veröffentlicht, und war deshalb schon bestens bekannt. Musikalisch und Inhaltlich absolut Top!

Ein Cover ist auch wieder dabei: „Tanz oder stirb“ von Kroizfeuer.

Die Sun City Skins beginnen mit „Sonora pro Patria“ (Klangvoll für die Heimat) ihren modernen Skinhead Sound, der sehr eingängig ist. Mit „Soy qe Aqui (Ich bin von hier) und „No me Importa“ (Es macht mir nichts aus) liefern die Jungs aus Mexiko Inhaltlich, wie musikalisch, voll ab. Ich habe anscheinend einen Faible für Lateinamerikanische Skins, was mir den Zugang zur Musik wohl auch erleichtert.

Was mir den Hörgenuss nicht erleichtert, ist die Lücke von 53 Sekunden nach dem dritten Sun City Skins Titel. Eine Nachfrage bei Label und Alonso, dem Schreihals der Mexikaner, ergab zwei verschiedene Antworten. Euer treuer Freund und Erzähler kommt daher zur Erkenntnis, dass hier wohl auf beiden Seiten „Flüchtigkeitsfehler“ geschehen sind. Nebenbei erwähnt ist die Reihenfolge der drei Titel von den Sun City Skins im Beiheft auch nicht die von der Trackliste (Was dann auch auf Heureka zutrifft). Ich rate allen Musikern und Label hiermit erneut, doch alles sorgfältig zu überprüfen, bevor es in Druck geht. Egal ob das den Silberling oder den Druck betrifft!

Mehr möchte ich dazu auch nicht mehr sagen.

Es folgen die 3 Titel von Heureka (Wiesel). Der Hörer bekommt den hinlänglich bekannten „Rumpelrock“ von Wiesel geboten, der Textlich allerdings wieder von gehobener Güte ist.

Ob „Pathos der Gleichheit“, „Grablichter“ oder „Festung Budapest“, beim Schreiben von Texten macht dem Admiral so schnell keiner etwas vor.

Den Krönenden Abschluss machen unsere Freunde von Orgullo Sur aus Chile.

Mit „Aqui Estamos“ (Hier sind wir), erfreut uns Willy mit seinem frischen Gesang und fröhlichen Gitarren. In der Zitadelle ist man geneigt, sich direkt eine Menta-Cola zu gönnen. Selbst bei ernsten Themen wie bei „Rabia“ (Wut), wo es um Degenerierte geht, hört man die Spielfreude heraus. Mit „El llamado de los Cuervos“ (Der Ruf der Krähen) werden wir dann aus dieser CD der Gemeinschaft und Freundschaft entlassen.

Der Volksmund sagt: „Wo (gemeinsam) gesungen wird, da lass dich nieder-Böse Menschen haben keine Lieder“.

Bei dieser Deutsch-Lateinamerikanischen Split CD ist das Programm!

CD Rezension: Last Chance - Old Dogs (2026)

 

Erschienen bei: Oldschool Records und Askania Productions

Sommer, Sonne, Widerstand und gute Laune. So kann man diese Scheibe am besten beschreiben. Und eines zeigt das Album ganz deutlich: es muss nicht immer dramatisch, depressiv und mit niederschmetternder Tragik vorgetragen werden. Als Patrioten und Nationalisten hat man Spaß am Leben und verharrt nicht in tränenfließender Trägheit. Ok, diese CD ist nicht gerade politisch, aber ihre Träger sind es garantiert. Man besingt das Leben am Rand der Gesellschaft, als Skins auf der Straße und als Gebrandmarkte die Spaß dabei haben. Zwar geht es in dem Lied 1984 auch um den voranschreitenden Überwachungsstaat, aber alles in allem streift man durch die Vergangenheit und Gegenwart voller Bier, Spaß, schönen Titten und langen Nächten. Beim hören fühlt man sich direkt mitgezogen vom Spaß am Skinheadsein. Die Musik ist 'ne Mischung aus Oi und Punk. Man möge mich steinigen, aber ich höre da einen leichten Vergleich zu The Offspring raus. Das meine ich durchaus positiv. Also mir gefällts sehr gut. Die Musik hat eine dermaßen gut gelaunte Leichtigkeit in sich, das man, auch wenn man eher der Metaltyp ist, einfach jedesmal den Drang verspürt das Teil laut aufzudrehen. Anspieltipp? Live fast...Die hard. Definitiv. "Die hard" hieß übrigens Stirb langsam im Original.

Erwähnenswert wäre auch, dass Roy von Final War auch an der Scheibe beteiligt war. Geile Sache👍

Und in der Heftmitte gibt es noch ein schickes Bild der spanischen Old Dogs. Schicke Umsetzung. Texte sind natürlich auch alle vorhanden.

Fazit: Kaufempfehlung von einem, der eigentlich lieber Metal hört.

CD Rezension: RDD - Racnarock (2023)

 

Erschienen bei: Tuono Records/Rupe Tarpea Produzioni

Geschrieben von Miesling News

Diesen „Beifang“ zog ich aus dem Netz, als ich vor einigen Wochen eine Bestellung wegen eines anderen Tonträgers machte.

Immer dazu bereit einen Blick über den Tellerrand zu werfen, dachte sich euer treuer Freund und Erzähler: „Warum nicht? Italien geht immer!“

Diese Gemeinschaftsproduktion von Tuono und Rupe Tarpea (Warum eigentlich zwei Label?) aus „Bella Italia“ schaut zwar stark nach „Synthwave“ aus und erinnerte mich etwas an Disco und Miami Vice in der Optik, aber eine Hörprobe ließ mich neugierig werden.

Das Jewelcase soll bereits das zweite Album der Jungs aus Verona sein. In der Zitadelle stellen sie sich zum ersten mal vor.

Wie bereits erwähnt, ist die Optik auf Cover, 8 Seiten Beiheft (Mit allen Texten), und Back Cover recht Retro gestaltet. Die `80 lassen grüßen!

Wenn man nun den Silberling in den Spieler legt bekommt man zunächst ein schönes, lustiges, Cover von Exploited (RAC & Violence) um die Ohren gehauen, und ich feiere das richtig!

Wer da anderer Meinung ist, sollte sich mal für eine Ohrfeige anstellen. Das ist doch kühl!

Grundsätzlich singen die Jungs in ihrer Muttersprache, Italienisch, aber einige Schlagwörter in Englisch gibt es auch.

Insgesamt 10 Titel werden geboten, wobei „RAC & Violence“ völlig untypisch für das Album ist.

Ein flotter, typisch italienischer, RAC mit einem Schuss… ja, mit was?

Irgendetwas „leichtes“ spielt da noch mit… Ich kann aber nicht bestimmen was es ist.

Auf jedenfall vermittelt die Scheibe sofort gute Laune in meinen Germanischen Ohren.

Und trotz mangelnder italienisch Kenntnisse, kann man eindeutig heraushören wo diese Band politisch/weltanschaulich steht. Und das die Lebenswirklichkeit in Italien nicht anders ist, als in der real existierenden BRD.

10 Lieder die, inklusive des ersten Titel, sommerlich das Ohr betören.

Ich weiß schon jetzt: Wenn die Zeit anbricht das die Renees wieder kurze Röcke tragen, diese Lichtscheibe sicher öfters laufen wird.

Riskiert doch auch ein mal einen „Beifang“ und zieht euch die Scheibe an Land!

Der Musikdealer eures Vertrauens, wird euch sicherlich behilflich sein.

CD Rezension: Ethos - Schwarzer Phoenix (2026)

 

Erschienen bei: OPOS-Records

Geschrieben von Miesling News

Willkommen bei Kampf und Sturm, Sturm und Verwüstung, Verwüstung und Auferstehung.

Ein „Schwarzer Phoenix“ ersteht aus der Asche, welche die Herrschenden uns hinterlassen.

Ethos meldet sich nach Debüt Album (2020) und einem Sampler Beitrag (2022) zu Beginn des Kampfjahres 2026, wieder zurück an die Musikalische Front.

Euer treuer Freund und Erzähler ist bekanntlich nicht der Größte Anhänger von „geknüppel“, aber hier hat der Schreihals und Musikus wohl den richtigen Nerv bei mir mit einer Mischung aus Melodie und „Hau drauf“ getroffen.

Neben einem auf 500 Stück limitierten Digipack (incl. 1 Bonus Titel), gibt es auch eine Version im Jewelcase. Diese liegt auch in der Zitadelle vor.

Auf dem Frontcover thront ein „Schwarzer Phoenix“ auf einem Podest mit dem Projektnamen Ethos, in einem Hellenistischen Säulenbau.

Das Beiheft mit insgesamt 12 Seiten ist weiterhin im Hellenistischen Stil aufgemacht.

Die Texte der 11 Lieder sind recht leserlich darüber abgedruckt. Im Inlay, hinter der Lichtscheibe, finden wir dann „Gruß und Dank“ des Künstlers.

Optisch werden wir also durchaus schon auf das vorbereitet, was uns aus den Boxen erwartet, selbst wenn man Ethos bisher nicht kannte. Nutzt man doch in dem Genre gerne eine „Griechische Ästhetik“.

Wenn wir also den Silberling abspielen, bekommen wir in 46.29 Minuten ordentlich was auf die Ohren! Auch wenn schon im ersten Titel „Ein Feuer im Herzen“ die Schießbude direkt rast und die Gitarre schreit, so ist doch der Gesang immer gut zu verstehen. Mal im Klargesang, als auch im Brüllen, bleibt alles in der Deutschen Muttersprache verständlich. Ich denke, das ist auch ein klarer, wenn nicht DER Pluspunkt bei mir. Dieses Blackmetal Gekreische geht mir nämlich auf die Cojones.

Außerdem werden viele Titel mit starken Melodischen Parts garniert, die mal am Anfang, mittendrin oder am Ende stattfinden.

Insbesondere bei „Hörst du die Stimmen“, weckt der Instrumentale Beginn bei mir Assoziationen.

Bemerkenswert finde ich den Instrumentalen und Textlichen Aufbau der Titel „Wir suchen im Staub“ (Nr.5), „Achtzig gegen Zwanzig“ (Nr.6) und „Ein Sturm bricht herein“ (Nr.7).

Denn sie erzählen eine Geschichte von Angriff, Untergang und Auferstehung. Jeweils in einem Lied erzählt und deshalb könnte man es auch eine Trilogie nennen. Ganz ehrlich lieber Leser und Freunde der Gegenkultur, hätte ich nicht angelegentlich auf das Display meines Abtaster geschaut, hätte ich gar nicht mitbekommen das es 3 eigene Tracks auf dieser Scheibe sind. Ich dachte wirklich, da rauscht ein Titel, eine Geschichte durch. Chapeau!

Der Text zu „Mein Volk wach auf“ ist der Einzige, welcher nicht aus dem Hause Ethos stammt.

Er stammt aus der Zeit des ersten Völkerringen im letzten Jahrhundert und wurde von Carl Belling verfasst.

Stimmlich wurden die Text- und Stimmgewaltigen Lieder vom allseits beliebten Bienenmann im Hintergrund unterstützt. Was dann wohl auch das Melodische hervor hebt.

Fazit:

Auch wenn es keinen Titel mit dem Namen „Schwarzer Phoenix“ gibt, beschreibt der Album Titel insgesamt doch sehr treffend das Gesamtwerk.

Von den Lichtscheiben der Härteren Gangart, bin ich bei dieser CD wirklich positiv überrascht.

Ich werde sie sicherlich, zwischendurch, mal durchlaufen lassen. Und das ist bei mir schon ein Lob.

CD Rezension: Löwenschrei - Das Freikorps Epp ruft zur Pflicht (2026)

 


Erschienen bei: Oldschool-Records


Geschrieben von Miesling News

Neues Kampfjahr, neue Musik auf die Ohren jener, die noch kämpfen wollen: Löwenschrei!
Euer treuer Freund und Erzähler war ja schon länger in Erwartung dieser Lichtscheibe, und wurde nicht enttäuscht.
Der Breiten Öffentlichkeit dürfte Löwenschrei evtl. bereits auf einem Sampler aus 2024 begegnet sein. Das Lied „Ein Herz aus Gold“ dient hier dann auch als „Rausschmeißer“ auf dem Silberling.
Aber fangen wir vorne an und widmen wir uns dem offensichtlichen, der Optik.
Soldatische klare Linie gibt es in jeder Facette dieses Mach(t)werkes.
Erschienen im Jewelcase, und nur im Jewelcase, prangt Franz Ritter von Epp auf dem Frontcover.
Für Cover und 20 (!) Seiten Beiheft wurde sich besonders Mühe gegeben.
Das Frontcover ist mit Lack und einer „Silberumrandung“ des Porträts versehen, der einen gewissen 3D Effekt erzeugt, und auch haptisch mal etwas anderes ist.
Bis auf das Coverlied, sind alle Texte, abwechselnd mit passenden Bildern abgedruckt. Und zwar leserlich! Es scheint also noch Grafikübermittlung und Druckereien zu geben, die funktionieren! Wobei die gezeichneten Bilder etwas glatter in der Haptik sind, als die Seiten mit den Texten.
Also viel Liebe zum Detail, und das weiß man als Käufer echter Tonträger zu schätzen.
Wie Gefühl- und Seelenlos müssen nur Menschen sein, die ihre Musik nur über den Feldfernsprecher konsumieren?
Auf der Rückseite des Beiheftes, gibt es dann noch einige Worte des Künstlers. Und der Lack vom Frontcover, kommt bei einem Detail, auch hier wieder zum Einsatz.
Im Inlay, wenn man den Silberling zum Abspielen herausnimmt, finden wir dann noch ein Bild von dem umtriebigen Musikus und Jocke Karlsson, verbunden mit einen letzten Gruß.
Wenn wir den Silberling schon in der Hand haben, werfen wir ihn doch auch gleich in den Abtaster. Es erwarten uns auch hier mit 10 Liedern und einer Spielzeit von fast 38 Minuten, Soldatische Klarheit in den Texten. Verpackt in klaren, harten, RAC Melodien, die Teilweise eine Punk-Prise haben. Es ist halt der Soundtrack für die Straße.
Hier gibt es eine geile Gitarre, Schießbude, und eine Stimme die bereits Sturmerprobt ist. Wobei der Schreihals am Mikro auch durchaus weiß, mit seiner Stimme zu spielen.
Mit dem Lied „Ahnenerbe“ streifen wir zu Beginn, eingeleitet mit Worten von Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, durch die Deutsche Geschichte. Die schon immer durch Kampf und Not geprägt war, und der Grundstock des Deutschen Wesen ist.
„Feuer und Flammen“ prangert jene an, die im Hintergrund die Fäden ziehen.
„Franz Ritter von Epp“ besingt den Mann, welcher als Frontsoldat im I. Weltkrieg sich das Pour le Mèrite verdiente, das berühmte Freikorps Epp gründete, und letztlich von 1933 bis 1945 Reichsstatthalter in und von Bayern war.
„Das Brigadelied“ handelt von einem weiteren berühmten Freikorps und seinem Führer.
Mit „Das ist ihr Geschäft“ sind wir in der Gegenwart und jüngster Vergangenheit. Es handelt von den Repressionen im hier und jetzt.
„Lasst uns Liebe in die Herzen werfen“ greift deutlich den Bunzel-, Hut- und Wutbürger an, der immer schimpft und doch nichts macht um die desaströsen Zustände in der real existierenden BRD zu ändern.
Das Bild im Beiheft zum Text, finde ich übrigens äußerst passend.
„Deutsche Landser“ ist schon ein gewisses Hochlicht auf der Scheibe, obwohl es auf dem Silberling nicht einen Aussetzer gibt. Mit Unterstützung der Allseits bekannten Stimme von Sturm 18, wird hier dem Deutschen Frontsoldaten ein musikalisches Denkmal gebaut.
Mit „Löwenschrei“ geschieht dieser Denkmalbau auch für das Freikorps Epp.
Bevor ich nun in mein Feldgraues Ehrenkleid schlüpfe, lasse ich die Scheibe gleich noch einmal durchlaufen.
So früh im neuen Kampfjahr, wahrlich eine Hammer Scheibe, die in keinem Nationalen Haushalt fehlen darf.

CD Rezension: Elbroiber - Ach du grüne Neune! (2026)

 

Erschienen bei: FK-Produktion

Geschrieben von Miesling News

Mit dem Dritten Vollalbum bei Feindkontakt, haben es die Magdeburger Elbroiber mit ihrem musikalischen Kahn nun auch (auf die Innerste) in meinem Gau geschafft. Bis auf gelegentliche Hörproben in diesem Internetz gingen die Oi!-Punkrock Piraten leider etwas an eurem treuen Freund und Erzähler vorbei. 

Dabei haben die Jungs schon 2003 ihr Demotape auf den Markt geworfen. Nun ja, was lange währt und so…

Das Label ist bei Veröffentlichung auch (wieder) nicht geizig:

Neben dem DigiPack in Inside- out Haptik mit 500 Stück, gibt es auch gleich die Schallfolie für den Hörgenuss. 100 Stück in klassisch Schwarz und 200 Stück in schwarz/neongrün Splatter.

Ja, nun keine insgesamt Hohe Auflage, aber hier wurde das Motto, Qualität vor Quantität, gewählt.

Vorliegend ist das DigiPack, welches von Hand in Folie gepackt wurde und einen Elbroiber Aufkleber enthält. Die angesprochene „Inside- out Haptik“ ist genau das, was mir immer sehr gefällt bei diversen Produktionen. Alles rauer und matt und doch mit bestechenden Farben.

Auf dem Frontcover sieht man einen behüteten Elbroiber als Skelett, wie er beim Kartenspiel auf einen mutmaßlichen Falschspieler schießt.

Wenn wir das Digi Aufklappen, finden wir in einer Kartontasche das 12 Seiten Beiheft mit dem selben Cover. Auf der Grundfarbe Schwarz ziehen sich, mit Liebe zum Detail, viele kleine Zeichnungen durch die Seiten mit den Texten der 11 Lieder. Bei der Liebe zur Qualität und Details, hätte man aber ruhig noch ein paar Seiten mehr spendieren können und die Schrift größer setzen lassen. Ich habe, unironisch, mit einer Lupe die Liedtexte und die Stellungnahme auf der Rückseite gelesen. Zum Glück versteht man die Texte aber auch durch bloßes Hinhören.

Jetzt also einen guten "Kraken Rum" (Der heißt wirklich so!) eingeschüttet, und den Silberling in den Abtaster werfen.

In 41.23 Minuten werden dem Hörer Gesellschafts- und Zeitgeistkritische Worte, in einem goilen Oi!-Punkrock Gewand, um die Ohren gehauen. Dies aber in einer Zeitgemäßen Qualität und mit einer Steigerung zu dem, was ich mir im Vorfeld zu dieser Besprechung noch einmal aus der Vergangenheit angehört habe. Die musikalischen Wurzeln sind aber unverkennbar und das ist auch gut so. Die Gitarre schrammelt auf hohen Niveau und bietet auch gute Solis. Das Schlagwerk ist fleißig und mit den beiden rotzigen Stimmen, bleibt es bei aller Aufnahmequalität in unserer Zeit doch Straßentauglich. Trifft also in der Zitadelle genau den Nerv.

So ballern die Jungs also mit „Roiberpistole“ auch gleich entsprechend los: „4 Freunde, 3 Akkorde…“ Das erinnert mich an wilde Zeiten im Ruhrpott.

„Dünnschiss von Gestern“ ist durchaus Pogotauglich und Textlich auf Widerstand aus. Ich liebe diese Mischung.

Mit „Ach du grüne Neune“, was das Titellied ist wie der Aufmerksame Leser bemerkt haben dürfte, bekommen die Grün lackierten Kommunisten so richtig ihre Schandtaten aufgezählt.

Das „Nutzvieh“ ist auf der Lichtscheibe nicht Schwein, Kuh, oder Huhn. Es ist der Mensch.

„Echt dufte drauf“ find ich schon lustig und leider auch sehr realistisch. Man(n) setzt sich da mit einem Großteil des Weibsvolk auseinander. Stellt aber auch fest, das es Ausnahmen gibt.

Und so geht der Reigen immer weiter, mit Texten und flotten Melodien die stets Zeitgemäß und Kritisch sind. „Smart“, „Tiefschlaf“ oder „Hexen & Ketzer“, treffen immer ins Schwarze.

Am Ende werden wir mit „Das macht uns alles gar nichts“ aus der Lichtscheibe entlassen. Getragen beginnt das Lied über Repression und steigert sich dann, wenn es um Trotz und Widerstand geht.

Eine wirklich rundherum gelungene Produktion in Aufmachung, Produktion, Spielfreude und mit sehr guten Texten.

Oi! und Punkmusik waren schon immer kritisch. Nie so PC und angepasst wie heute im Mainstream. Das haben die Elbroiber wieder klargestellt.

CD Rezension: Pfalzfront - Tradition bewahren (2024)

 

Erschienen bei: Frontmusik/GKS33

Geschrieben von Miesling News

Liebe Freunde der Weißweinschorle, hier kommt eine Lichtscheibe aus eurer Region, für eure Region. Aber auch für die Groupies von Konteradmiral Wiesel und seinem „Rumpelrock“ geeignet.

Das Jewelcase ist in einem Beige/Grauen Farbton gehalten. Auf dem Cover ein Wehrmachtssoldat, der vor einem begehbaren Weinfass die Wacht hält. Das Beiheft hat 16 Seiten in dem selben Farbton. Die einzelnen Seiten sind mit Text konformen Bildern als „Wasserzeichen“ hinter den Zeilen der 11 Lieder hinterlegt. Dank und Gruß gibt es auch noch. Dem Text hätte man mehr Kontrast geben können, oder besser Schwarze als Weiße Textfarbe geben. Aber es ist noch leserlich.

Wie der geneigte Leser bereits an den Anfangszeilen erahnen mag, ist an dieser Scheibe der Workaholic Wiesel wieder maßgeblich beteiligt.

Als Schreihals betätigt sich der „Betzebub“, welcher auch den Anstoß (kleines Wortspiel) zu diesem Projekt gab.

Musik und Arrangement stammen von Wiesel. Auch bei den Texten vom Betzebub gab der fleißige Rumpelrocker wohl einige Tipps.

Tatsächlich muß man schon das Beiheft unter „Dank und Gruß“ gelesen haben, um zu erkennen, dass Wiesel hier nicht selbst singt. Außer bei dem Stück „Rumpelrock“. Die Stimmfarbe ist für euren treuen Freund und Erzähler die selbe.

Das Titellied „Tradition bewahren“ eröffnet den Reigen mit einem schönen Tondokument eines Zeitzeugen. Mit „ISD“ wird dem größten Musiker und Aktivisten des RAC gehuldigt. Leider passen Stimme und Musik da nicht zusammen. Sehr bedauerlich…

Allgemein gibt es in den Texten starken Lokalkolorit aus der Pfalz, mit viel „3. Halbzeit“ Bezug.

Neben „Der Metzger aus der Pfalz“, Die Schlacht vom Bieberer Berg“, „Blocksberg“ oder „Ivan der Schreckliche“ geht es hauptsächlich um die Szene von Skins und Hools aus K-Town, Mannheim und Ludwigshafen.

Interessant fand ich die Tatsache, das der Betzebub als bekennender K-Town Anhänger ein Lied (Die Schlacht vom Bieberer Berg) für die Ackerburschen von Waldhof Mannheim geschrieben hat. Das wäre ungefähr so, als wenn einer aus „Hanoi“ für „Peine-Ost“ eine Huldigung dichtet, oder ein Hamburger für Bremen. Dies zur Einordnung für jene, die mit Fußball nicht so viel am Hut haben.

Mit dem Lied „Rumpelrock“ geht Wiesel Höchstpersönlich auf den (inzwischen offiziell beigelegten) Zwist mit einem Rezensionen Schreiber in der Musikmafia ein. Dem Autor wurde versichert, dass die Aufnahme schon im Kasten war, bevor das Thema (Welches völlig an mir vorbei gegangen ist, weil: „Nicht mein Zirkus-Nicht meine Affen“) begraben wurde. Tatsächlich glaubte ich unironisch, das der Begriff „Rumpelrock“ eine ironische, freundliche, Selbstbeschreibung des eigenen Musikstil ist. Nun ja, Spitznamen denkt man sich ja auch nicht selbst aus, man bekommt sie von anderen. Gell?

Das Cover von Störalarm „Störalarm“ empfinde ich als verstörend… Aber es wurde versichert, dass dieses Lied wirklich so gesungen wurde. Und das Störalarm eine regional sehr bekannte Band aus der Jahrtausendwende war. Man muss also wohl wirklich Weintrinker (in größeren Mengen) sein, wenn man das mag. Aber „The Klotz“ fanden wir in den 1990 auch witzig.

Meiner Meinung nach ist das Letzte Lied das Beste auf dem Silberling. Es handelt sich um das Cover „Mein Volk“ von Stahlgewitter.

Hier passt die Stimme völlig rein, weil seit Gigi ja auch alle wie Gigi klingen wollen.

Auch wenn der musikalische Stil von Wiesel nicht jedem seines ist, so zeigt er hier sein spielerisches können. Dieses Cover kann also auf der nächsten Party gerne gespielt werden.

Alles in allem eine neue Wiesel Produktion mit neuem Sänger und ganz viel Lokalpatriotismus.

Wie man munkeln hörte, soll bereits an neuem Material gearbeitet werden. Da diese CD im Südwesten wohl ganz gut läuft.

Für Freunde des „Rumpelrock“ und Pfälzer Lokalpatrioten also eine Empfehlung.

CD Rezension: Blutzeugen - Hypærion (2026)

 


Erschienen bei: OPOS-Records

Geschrieben von Miesling News

Nach dem „Amuse-Bouche“ im November 2025, mit der MCD „Ewige Wache“ (inkl. einem neuen Coverlied) so wie umfangreicher Werbung im Vorfeld des Aktuellen Vollalbum „Hypaerion“ (Name ist an den "Titan des Lichtes" aus der Griechischen Mythologie angelehnt) war es nun also im Januar 2026 soweit. 

Der Hype um „Hypaerion“ erreichte seinen Höhepunkt.

Eine richtige Heavy Metal Band mit Weltanschauung ist halt doch eine seltene Tatsache in der Gegenkultur. Derzeit erfreut sich eine härtere Gangart in der Musik durchaus einer gewissen Beliebtheit in der Szene ohne Subkulturellen Hintergrund.

Deshalb wurde vom Label auch direkt neben dem Jewelcase ein Mediabook mit einer Auflage von 1500 Stück, sowie eine Box mit 500 Stück ins Rennen geschickt. Desweiteren gibt es auch eine Digitale Version zum Herunterladen. Verkaufstechnisch wurde also an alle gedacht.

Wie man dem Szenegemurmel entnehmen kann, sind Box und Mediabook inzwischen nicht mehr zu bekommen.

Vorliegend ist das Jewelcase.

Wie bereits in der Vergangenheit, präsentieren sich die Mitteldeutschen Musiker nur mit Masken, diesmal sogar auf dem Frontcover.

Das Beiheft mit 16 Seiten zeigt neben den Texten (nüchtern aber sehr gut lesbar gesetzt und gedruckt) Bilder der Musiker, natürlich mit Masken, ästhetisch in Szene gesetzt.

Das wirkt auf den ersten Blick jedenfalls schon einmal sehr Massentauglich umgesetzt.

Mit dem Silberling schreiten wir nun, auf leisen Sohlen. zum Abtastgerät.

In den nächsten 59.09 Minuten wird es noch, stellenweise, laut genug.

Geboten werden 12 Titel auf dem Jewelcase, und nach hiesigem Wissen auch im Digitalen Abruf. Box und Mediabook enthalten jeweils einen Bonustitel.

Den Reigen beginnen die Künstler mit einem vertonten Gedicht des Hoffmann von Fallersleben, der sich in letzter Zeit wieder erhöhter Beliebtheit in der musikalischen Gegenkultur erfreut:

„Eisen bricht die Not“. 

Ich möchte den Titel auch nicht als Intro bezeichnen, ich empfinde es durchaus als vollwertigen Titel. Er wurde als letztes „Schmankerl“ auch kurz vor der Veröffentlichung des Albums, in diesem Internetz veröffentlicht.

Gleich mit dem Titellied „Hypaerion“ geht es in die Vollen. Die Schießbude scheppert wie ein

MG-Nest, in dem die Munition stetig dem MG 42 zugeführt wird, um die Feindlichen Reihen nieder zu halten. Zwischendurch kreischt eine Stimme wie ein verwunderter Kamerad zwischen die klaren Befehle eines Offiziers in der Frontlinie. Und die Gitarren rauschen über diesem Szenario wie weiland die Nebelwerfer der Wehrmacht. Persönlich habe ich das Gefühl die Hauptstimme wurde auch etwas lauter abgemischt als die Klangkulisse, denn sie ist sehr gut verständlich. Nicht nur im Gesang selbst, sondern halt auch im Verhältnis zu den Instrumenten.

Das weiß eurem treuen Freund und Erzähler durchaus zu gefallen.

Mit „Veritas Post Vectis“ (Die Wahrheit hinter Riegel) wird die Zensur und Repression angeprangert, die Aktuell und in den bisherigen Jahren, der real existierenden BRD, schon vielen Kameraden die Freiheit gekostet hat.

Mit „Ermordet bei Danzig“ rufen die Musiker das Schicksal eines jungen Blutzeugen von 1931 wieder in die Erinnerung. Danke dafür!

Insgesamt gibt es nicht einen Aussetzer auf dieser Lichtscheibe. Ob „Rex“ oder „Volk ohne Traum“. Thematisch haben wir eine gerade geschichtliche, als auch gegenwärtige, Weltanschauliche Linie. Welche mit passenden Worten umgesetzt wurde.

Ebenfalls bereits im Vorfeld veröffentlicht sind die beiden letzten Lieder auf der Scheibe:

„Berlin-Rom-Tokio“ und „Wo alle Straßen enden“.

Beide Lieder sind auch meine Lieblingsstücke und somit auch Anspieltipp für Neugierige.

„Berlin-Rom-Tokio“ weil es mal eine andere Art von „Achsenlied“ ist, nicht nur was das Genre betrifft, sondern weil es Gastgesang von Bronson aus Italien und Sledgehammer aus Japan gibt. Aktuell gehört das Lied (wirklich!) zu meinen Lieblingstiteln.

„Wo alle Straßen enden“ ist ein gefühlvolles „langsames“ Lied, dessen Eindruck noch mit einer Weiblicher Stimme verstärkt wird. Es handelt von den jungen Soldaten, die im Kampf um die Heimat gefallen sind:

„…Wo alle Straßen enden , da liege ich allein. Auch wenn kein Kreuz von mir erzählt, werde ich für immer bei euch sein.“

Die Musiker sind für ihr Genre, in der Gegenkultur, wahrlich ein Aushängeschild.

Für jemand der nicht unbedingt in der „Knüppel-Musik“ daheim ist, braucht das Album länger um zu wirken. Es entfaltet mit jedem neuen Durchlauf in den Boxen eine Atmosphäre, die einen auch bei erhöhter Lautstärke in andere Welten entgleiten lässt.

Mann kann sich dieser Scheibe nur schwer entziehen, was die Worte und die Botschaft betrifft.

Nichts für nebenbei, sondern eine Lichtscheibe zum hinhören. Egal ob laut oder leise abgespielt.