Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: Heimdall-Versand
Gegründet wurde die Kombo in der Zweiten Hälfte der 2000 Jahre. Die Skins spielten den Soundtrack ihres Lebens, und des unverfälschten „Way of Life“.
Tatsächlich kam es aber nie zu einem Live Auftritt. Wenn man davon absieht, dass es mal eine Einladung auf ein Punk/Oi! Festival gab, und als die Veranstalter sahen wer da Kahlgeschoren und ihn Martens vor ihnen stand, bekamen sie dann doch kalte Füße. Auch weil der alte Schreihals ein bekannter Skin aus dem Mansfelder Land war.
Ein Demo soll zwar existieren , wird aber noch im Original gesucht (Neulich habe ich auf dem Dachboden…).
Lustig ist auch die Namensfindung für „Lass Knacken“. Verantwortlich dafür ist ein Werbeplakat an einer Tankstelle irgendwo in „Glatzen-Anhalt“. Auf der mit dem Spruch „Lass Knacken“, Werbung für den „Tankstellen-Fasan“ gemacht wurde.
2024 erinnerte sich einer der Original „Lass Knacken“ Skins an all dies, und suchte sich mit „Lala“ einen Mitstreiter für die Schreierei.
Und so haben wir nun also 2025 das Debüt dieser RAC Band mit nur gut 15 Jahren Verspätung.
Das Jewelcase erfreut uns mit einer Zeichnung von einem „Punkschädel“ in der Hand einer unbekannten, aber wohl Kahlgeschorenen Person. Umrahmt von einem Lorbeerkranz, auf dem Cover.
Das Beiheft hat 12 Seiten, und beinhaltet die Texte der 10 Titel. Als Hintergrund wurden Bilder gewählt, welche die „Gute alte Zeit“ widerspiegeln. Auf der Rückseite des Beiheftes sagt der Schreihals dann auch noch „Danke“.
Was mir sofort aufgefallen ist: Das Label wurde in der Gestaltung nicht erwähnt. Offiziell wird zwar der Heimdall-Versand in den Verkaufstexten der Versände genannt, aber auf der Gestaltung der CD fehlt dieser Hinweis. Sicher ist nur, das OPOS-Records beim Vertrieb hilft.
Ich wollte es nur mal erwähnen…
Jetzt aber endlich zum Inhalt:
Der Silberling hat eine Laufzeit von gut 40 Minuten. Geboten wird Bodenständiger RAC in deutscher Sprache, der nach hinten heraus immer besser wird.
Los geht es mit „Lass Knacken“! Welches sich Textlich an die gute Zeit erinnert und die leidige so wie Nostalgische Frage stellt: „… wo seid ihr alle heute?“
Die Gitarre ist sehr präsent und verspielt in den Aufnahmen. Das Schlagwerk ist deutlich zu vernehmen und die Stimme hat so gar nichts mit der von M&E gemein, wie es im Labeltext suggeriert wird. Ja, die Stimme ist sehr rau, aber auch mit Melodie. Die Symbiose von Instrumenten und Stimme passt aber gut mit den Texten. Hier wird auch nicht auf „Gigi für Arme“ gemacht.
Oder kurz gesagt: Alles hört sich authentisch an.
Apropos Texte: Neben klassischen Texten wie in „Skinhead“ oder „A.C.A.B.“, gibt es viel Gesellschaftskritik und Aufruf zum Widerstand.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ als Titellied, benennt die NWO als das, was sie ist. Aber auch die Titel „Endlose Stille“ oder „Völker in Aufruhr“, haben inhaltlichen Tiefgang.
In der Zitadelle ist „Lass Knacken“ die Bestätigung dafür, das die Skinhead-Vintage Welle weiter rollt. Neben Hochglanz Produktionen, findet die Musikmafia und das was vom „Way of Life“ übriggeblieben ist (oder neu dazu kommt) wieder zurück zu den Wurzeln.
Während degenerierte von „Diversität“ sprechen, leben wir die musikalische Vielfalt unserer Weltanschauung. Und das ist auch gut so, denn es werden damit viele mitgenommen.
Ich bin mir sicher, wir werden wieder von den Musikanten aus „Glatzen-Anhalt“ hören.
