Erschienen bei: OPOS-Records
Geschrieben von Miesling News
Willkommen bei Kampf und Sturm, Sturm und Verwüstung, Verwüstung und Auferstehung.
Ein „Schwarzer Phoenix“ ersteht aus der Asche, welche die Herrschenden uns hinterlassen.
Ethos meldet sich nach Debüt Album (2020) und einem Sampler Beitrag (2022) zu Beginn des Kampfjahres 2026, wieder zurück an die Musikalische Front.
Euer treuer Freund und Erzähler ist bekanntlich nicht der Größte Anhänger von „geknüppel“, aber hier hat der Schreihals und Musikus wohl den richtigen Nerv bei mir mit einer Mischung aus Melodie und „Hau drauf“ getroffen.
Neben einem auf 500 Stück limitierten Digipack (incl. 1 Bonus Titel), gibt es auch eine Version im Jewelcase. Diese liegt auch in der Zitadelle vor.
Auf dem Frontcover thront ein „Schwarzer Phoenix“ auf einem Podest mit dem Projektnamen Ethos, in einem Hellenistischen Säulenbau.
Das Beiheft mit insgesamt 12 Seiten ist weiterhin im Hellenistischen Stil aufgemacht.
Die Texte der 11 Lieder sind recht leserlich darüber abgedruckt. Im Inlay, hinter der Lichtscheibe, finden wir dann „Gruß und Dank“ des Künstlers.
Optisch werden wir also durchaus schon auf das vorbereitet, was uns aus den Boxen erwartet, selbst wenn man Ethos bisher nicht kannte. Nutzt man doch in dem Genre gerne eine „Griechische Ästhetik“.
Wenn wir also den Silberling abspielen, bekommen wir in 46.29 Minuten ordentlich was auf die Ohren! Auch wenn schon im ersten Titel „Ein Feuer im Herzen“ die Schießbude direkt rast und die Gitarre schreit, so ist doch der Gesang immer gut zu verstehen. Mal im Klargesang, als auch im Brüllen, bleibt alles in der Deutschen Muttersprache verständlich. Ich denke, das ist auch ein klarer, wenn nicht DER Pluspunkt bei mir. Dieses Blackmetal Gekreische geht mir nämlich auf die Cojones.
Außerdem werden viele Titel mit starken Melodischen Parts garniert, die mal am Anfang, mittendrin oder am Ende stattfinden.
Insbesondere bei „Hörst du die Stimmen“, weckt der Instrumentale Beginn bei mir Assoziationen.
Bemerkenswert finde ich den Instrumentalen und Textlichen Aufbau der Titel „Wir suchen im Staub“ (Nr.5), „Achtzig gegen Zwanzig“ (Nr.6) und „Ein Sturm bricht herein“ (Nr.7).
Denn sie erzählen eine Geschichte von Angriff, Untergang und Auferstehung. Jeweils in einem Lied erzählt und deshalb könnte man es auch eine Trilogie nennen. Ganz ehrlich lieber Leser und Freunde der Gegenkultur, hätte ich nicht angelegentlich auf das Display meines Abtaster geschaut, hätte ich gar nicht mitbekommen das es 3 eigene Tracks auf dieser Scheibe sind. Ich dachte wirklich, da rauscht ein Titel, eine Geschichte durch. Chapeau!
Der Text zu „Mein Volk wach auf“ ist der Einzige, welcher nicht aus dem Hause Ethos stammt.
Er stammt aus der Zeit des ersten Völkerringen im letzten Jahrhundert und wurde von Carl Belling verfasst.
Stimmlich wurden die Text- und Stimmgewaltigen Lieder vom allseits beliebten Bienenmann im Hintergrund unterstützt. Was dann wohl auch das Melodische hervor hebt.
Fazit:
Auch wenn es keinen Titel mit dem Namen „Schwarzer Phoenix“ gibt, beschreibt der Album Titel insgesamt doch sehr treffend das Gesamtwerk.
Von den Lichtscheiben der Härteren Gangart, bin ich bei dieser CD wirklich positiv überrascht.
Ich werde sie sicherlich, zwischendurch, mal durchlaufen lassen. Und das ist bei mir schon ein Lob.
