Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: Oldschool-Records
Punx not Red! Diesen Beweis liefern erneut die Jungs von der Wasserkante unter dem Lebensnahen Namen:
Jules Hates Frank.
Nachdem ich mit der CD Veröffentlichung „Diktatur der Toleranz“ im Herbst 2023 nicht ganz glücklich war, stieg die Erwartung doch sehr auf die vorliegende Lichtscheibe. Auch genährt durch gelegentliche Hörproben.
Also gehen wir es an.
Wie bei Punkrocker zu erwarten, gibt es kein Schnickschnack und Schischi, sondern ein solides Jewelcase.
Die Farbgebung möchte ich als „Dämmerungs-Orange“ bezeichnen. Auf dem Frontcover ist ein ausgebrannter VW Käfer (kein Beetle!) zu sehen. Übrigens der selbe "Käfer" auf der Rückseite des Beiheftes in Rauchschwaden und auf dem Backcover als Wrack. Da mir der Schreihals keine Auskunft über die von eurem treuen Freund und Erzähler vermuteten Bedeutung des Motiv geben wollte (Du Sack!), stelle ich einfach mal in den Raum, dass es etwas mit dem Namen des Album zu tun hat: „Alles wird Gut“. Denn auch die Geschichte des „KDF-Wagen“ nahm trotz des letzten Völkerringen noch einen positiven Verlauf.
Der Ziegenbock im Inlay dürfte eine dezente Anspielung auf den Titel „Sexsafari“ auf dem Album sein. Da bin ich mir zu 88% sicher.
Das Beiheft hat 12 Seiten. Die Texte von 9 Liedern sind dort „weiß auf schwarz“ gut und leserlich (sogar ohne Brille!) abgedruckt. Also alles was man braucht und nicht mehr.
Silberling in den Abtaster geworfen, und ab der Punk!
Fast 40 Minuten Deutscher Punkrock aus dem Land zwischen den Meeren, erwarten uns.
12 Tracks, von denen zwei Cover sind. Ein Separater Einspieler nach Art eines Jimi Hendrix geht dem Titel „“USA (Das Imperium)“ voran. Deshalb auch „nur“ der Text von 9 Stücken im Beiheft.
Und es geht auch flott mit „Arroganz durch Macht“ los. Ein goiler Sound von der Straße mit schriller Gitarre, dumpfer Schießbude und der rotzigen Stimme des Schreihals Ändi, weiß einem Stiefeljungen sofort zu begeistern. Trotz einer professionellen Studioaufnahme bleibt diesmal der Bier und Rauch geschwängerte Duft eines Ü-Raum daran hängen. Und das ist, was es ausmacht und in der Zitadelle gefallen findet. Denn es hört sich vom ersten Ton an, echt an.
Die Gesellschafts- und Politik Kritik, welche sich durch das gesamte Album zieht, ist genau das was man auch von Punkrocker erwartet. Textlich und musikalisch also voll auf die 12!
„Sauerländer Bauernfänger“ wurde bereits im Vorfeld der CD Veröffentlichung in diesem Internetz präsentiert. Ob das Lied von den Lakaien in der „Waschmaschine“ (Bundeskanzleramt) von Berlin, heimlich über Kopfhörer genossen wird, ist hier leider nicht bekannt. Vorstellbar ist es, bei dem bisher unbeliebtesten Kanzler der real existierenden BRD.
Neben dem bereits erwähnten Titel „USA (Das Imperium)“, und „Meldestelle für Rassismusfälle“, finde ich auch „P.A.K.“ (Punkrock-Antikommunismus), und „Die Keule (Langsam Reicht’s)“ besonders, auch inhaltlich, gelungen.
Von den Covern finde ich eines besser gelungen als das andere. Aber findet doch gerne selber heraus, welches für euch gelungen ist.
Mit dem Titelgebenden Lied „Alles wird Gut“, werden wir dann recht positiv verabschiedet.
Meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zum letzten Album, und deshalb auch von hier aus zu empfehlen. Ich muss nun endlich mal einen Termin für Fischbrötchen und Holsten Edel im Ü-Raum machen. Denn der Stil fetzt einfach und ich mag die Mucke, sowie die Jungs.
