CD Rezension: Mjölner - Evigheten (2024)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: Dim-Records

Hej, hej, Ihr Berserker und Schildmaiden! 

Lust auf „Evigheten“ (Ewigkeit)? 

Dann seid ihr mit Mjölner bestens bedient!

Eures treuen Freund und Erzählers Recherche zu Mjölner, war etwas zäh, nachdem ich den Silberling im Briefkasten vorgefunden habe. Ich hoffe aber, euch hier zuverlässig zu informieren.

Dim-Records hat in Zusammenarbeit mit Olifant-Records, No Shame und Mjölner Studio, ein feines nordisches Scheibchen produziert.

Ob es sich bei Mjölner um eine richtige Band, oder doch eher um ein „Ein-Mann-Projekt“ handelt konnte hier nicht wirklich abschließend eruiert werden. Allerdings ist klar: „Nille“ ist der Frontmann, welcher u.a. auch bei Hotrod Frankie beteiligt ist.

Ich fand in diesem Internetz mehrere Einträge mit Mjölner, und konnte einige Beteiligungen an Samplern, aber auch 3 Vollalben aus den vorwiegend 2000 Jahren finden.

Für mich ist das vorliegende DigiPack (Auflage 500 Stück) allerdings ein Debüt in den Ohren.

Und so werde ich auch an diese Besprechung heran gehen.

Auf dem Cover sehen wir den Hammer von Thor / Donar, also „Mjölner“ (Mjölnir), als Denkmal in Blitzgewaltiger Dämmerung. Auf dem Backcover ist nur noch der Sockel vorhanden. Dafür haben wir die Setliste aufgeführt. Auf der Innenseite des Digipack das selbe Bild, aber mit Dank und Gruß. 

Ein Beiheft ist nicht vorhanden.

Ob das aus „Gründen“, oder den Produktionskosten geschehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

So kann ich mit meinen rudimentären Kenntnissen der Schwedischen Sprache nur die Liedtitel für mich (und euch) übersetzen.

Geboten werden im Abtaster 9 Lieder. Kann man mit einer Spielzeit von 35.07 Minuten noch als Vollalbum durchgehen lassen.

Wer Vikingrock mag, kommt hier jedenfalls voll auf seine Kosten.

Direkt beim Einstieg mit „Här Vill Jag Leva“ (Hier möchte ich Leben) fühlte ich mich an den Klassiker von Balmung „Auf der Suche nach Thule“ erinnert. Aber keine Angst (oder Hoffnung), das bleibt nicht so.

Im Verlauf der Scheibe bekommen wir mit einer wundervollen Stimme und wundervollen, melodischen, Pagan-, Folk-, Vikingrock, wie er anscheinend den Schwedischen Musikern direkt mit in die Wiege gelegt wird, direkt Lust auf Mjöd und Axt schwingen. 

Aber in Romantisch.

Mit „Gimle“, werden wir in das Paradies des nordischen Götterglauben entführt. Dort hin gehen die Göttern nach Ragnarök. So steht es zumindest in der Edda.

Bezeichnenderweise nannte auch Vidkun Quisling, Norwegischer Ministerpräsident von 1942-1945 (Ermordet 1945), seine Villa in Oslo so.

Mit den Titeln „Hela Vägen Hem“ (Auf dem Weg nach Hause) und „Jag Ger Mig Av“ (Ich gebe auf), wird es etwas ruhiger im Reigen. Kommt dafür aber besonders intensiv.

Ob hier im Gesamtwerk hauptsächlich über die Götter und die Ahnen gesungen wird, erschließt sich mir nicht. Vermute aber auch Gesellschaftskritik in manchen Texten.

(Manchmal wünschte ich mir einen Universalübersetzer wie im Star Trek Universum!).

Am Ende der Lichtscheibe, lautet die Parole: „Äras Han Som Äras Bör“ (Ehre wen Ehre gebührt), und das ist eine Aussage, der ein jeder Zustimmen kann.

In der Zitadelle lautet das Fazit: 

Ich habe bekommen, was ich erhofft und erwartet hatte.

Professionelle Stimme und Musik, Vikingrock der nicht nur persönlich durch die Musiker, eine Nähe zu Ultima Thule hat. Und doch anders ist.

Wer einen Faible für das Nordische und Vikingrock mit gefühlvollen Melodien hat, kommt nicht umhin, sich diesen Silberling zuzulegen!