CD Rezension: Aufbruch - Suncity Skins - Heureka - Orgullo Sur - United 4 (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: OPOS-Records

Wenn sich Aufbruch, Wiesel, diesmal als Heureka (Deutschland), Sun City Skins (Mexiko) und Orgullo Sur (Chile) zusammenschmeißen, bekommen wir die United Vol.4 CD geliefert.

Diese, von der Formation Aufbruch in die Welt gesetzte Split Reihe, gibt es bereits seit 2012.

Diesmal neu dabei, sind die Jungs aus Chile und Mexiko. Die uns in der Vergangenheit schon mit ihren Klängen erfreuten.

Auf dem Frontcover des Jewelcase ist eine Weltkarte abgebildet, auf der Stecknadeln in den jeweiligen Herkunftsländern der Musiker stecken.

Darunter sind die Künstler mit ihren souveränen Landesfahnen und Herkunftsorten aufgelistet.

Das Beiheft enthält 12 Seiten. Die Texte sind mal mehr, mal weniger lesbar, was mit dem Hintergrund zusammenhängt. Denn hier wird mit Phantasie Landkarten gearbeitet.

In der Mitte gibt es ein Statement von Manuel/Aufbruch zu dieser Scheibe.

In Deutsch und Spanisch.

4 Bands / Projekte mit jeweils 3 Titeln, ergibt nach Adam Riese 12 Lieder und 46.45 Minuten Spielzeit.

Den Anfang im Abtaster macht der Initiator, Aufbruch, aus Mannheim.

Mit „Wo führt das noch hin“, wird im Rechtsrock Metal Stil die Heimatstadt und ihr Niedergang besungen. 

„Der Feind liest mit“ wurde bereits zum Jahresbeginn als Video veröffentlicht, und war deshalb schon bestens bekannt. Musikalisch und Inhaltlich absolut Top!

Ein Cover ist auch wieder dabei: „Tanz oder stirb“ von Kroizfeuer.

Die Sun City Skins beginnen mit „Sonora pro Patria“ (Klangvoll für die Heimat) ihren modernen Skinhead Sound, der sehr eingängig ist. Mit „Soy qe Aqui (Ich bin von hier) und „No me Importa“ (Es macht mir nichts aus) liefern die Jungs aus Mexiko Inhaltlich, wie musikalisch, voll ab. Ich habe anscheinend einen Faible für Lateinamerikanische Skins, was mir den Zugang zur Musik wohl auch erleichtert.

Was mir den Hörgenuss nicht erleichtert, ist die Lücke von 53 Sekunden nach dem dritten Sun City Skins Titel. Eine Nachfrage bei Label und Alonso, dem Schreihals der Mexikaner, ergab zwei verschiedene Antworten. Euer treuer Freund und Erzähler kommt daher zur Erkenntnis, dass hier wohl auf beiden Seiten „Flüchtigkeitsfehler“ geschehen sind. Nebenbei erwähnt ist die Reihenfolge der drei Titel von den Sun City Skins im Beiheft auch nicht die von der Trackliste (Was dann auch auf Heureka zutrifft). Ich rate allen Musikern und Label hiermit erneut, doch alles sorgfältig zu überprüfen, bevor es in Druck geht. Egal ob das den Silberling oder den Druck betrifft!

Mehr möchte ich dazu auch nicht mehr sagen.

Es folgen die 3 Titel von Heureka (Wiesel). Der Hörer bekommt den hinlänglich bekannten „Rumpelrock“ von Wiesel geboten, der Textlich allerdings wieder von gehobener Güte ist.

Ob „Pathos der Gleichheit“, „Grablichter“ oder „Festung Budapest“, beim Schreiben von Texten macht dem Admiral so schnell keiner etwas vor.

Den Krönenden Abschluss machen unsere Freunde von Orgullo Sur aus Chile.

Mit „Aqui Estamos“ (Hier sind wir), erfreut uns Willy mit seinem frischen Gesang und fröhlichen Gitarren. In der Zitadelle ist man geneigt, sich direkt eine Menta-Cola zu gönnen. Selbst bei ernsten Themen wie bei „Rabia“ (Wut), wo es um Degenerierte geht, hört man die Spielfreude heraus. Mit „El llamado de los Cuervos“ (Der Ruf der Krähen) werden wir dann aus dieser CD der Gemeinschaft und Freundschaft entlassen.

Der Volksmund sagt: „Wo (gemeinsam) gesungen wird, da lass dich nieder-Böse Menschen haben keine Lieder“.

Bei dieser Deutsch-Lateinamerikanischen Split CD ist das Programm!