Ach Nein… wie viele Jahre lang sag ich das schon?
Elektroauto auf dem Prüfstand: Brüssels CO₂-Rechnung fällt auseinander
Die EU-Klimapolitik für Autos basiert auf einer vereinfachten CO₂-Bilanz, die zunehmend in die Kritik gerät. Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben in einer aktuellen Auswertung von 19 Studien und 47 Szenarien gezeigt, dass Elektroautos im Lebenszyklus die CO₂-Belastung im Vergleich zu Verbrennern nur um durchschnittlich 41 Prozent senken – deutlich weniger als in der EU-Regulierung angenommen.
Der zentrale Kritikpunkt: Die aktuelle EU-Methodik rechnet Elektroautos beim Auspuff als „null Emissionen" und blendet große Teile der Vorkette aus. Rohstoffgewinnung, Batterieproduktion, Strommix beim Laden und Recycling werden nicht vollständig berücksichtigt. Dadurch entsteht eine Schieflage zwischen politischer Zielrechnung und realer Klimabilanz.
Andere Studien kommen auf höhere Einsparungen, etwa 73 Prozent über den Lebenszyklus, wenn man den EU-Strommix der kommenden Jahre zugrunde legt. Doch selbst diese Zahlen zeigen: Elektroautos sind nicht „klimaneutral", sondern nur weniger emissionsintensiv – und der Vorteil hängt stark vom Strommix, der Batterielaufzeit und der Fahrleistung ab.
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