CD Rezension: Maniacs - The smart & the hard side (2026)
Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: FK-Produktion
Oi! und Skinheadrock sind nicht kaputt zu bekommen, das beweißt die Lichtscheibe der Backstreet Maniacs!
Auch wenn man(n) weiß, hier verwirklicht sich ein Mitglied von Skinfront selbst, so darf und muss man(n) den Silberling getrennt von diesem Wissen betrachten.
Feindkontakt-Produktion entwickelt sich als Hort von Kleinoden, welche nicht in den „Mainstream-Rechtsrock“ passen. Und mit dem vorliegenden Mach(t)werk, wurde dies mal wieder bestätigt.
Vorliegend ist das Digipac, welches auf 500 Stück limitiert wurde. Euer treuer Freund und Erzähler hat die Nr. 63/500 bekommen.
Desweiteren gibt es auch ein Jewelcase, vermutlich in Millionen Auflage.
Bemerkenswert finde ich noch die Liebe zum Detail, da alle Digipac (so steht es in der Labelbeschreibung: „Digipac“) von Hand in Folie gepackt wurden und mit einem kleinen FK-Produktion Aufkleber verschlossen wurden. Herzallerliebst!
Die Aufmachung ist schlicht, aber nicht arm. Grau ist die Farbe, die sich komplett durchzieht.
Auf dem Cover der „Crucified Skin“, darüber der Projekt / Band Name, darunter der Titel des Album.
Im Beiheft mit 12 Seiten findet man die Texte der 9 eigenen Lieder. Bei den 4 Cover: Ursprung, Interpretation und beteiligte Musikanten.
Und das Ganze so abgedruckt, das es sogar ohne Brille leserlich wäre.
Warum man die insgesamt 13 Titel in Smart, Hard und Bonus in der Setliste auf dem Backcover aufgeteilt hat, erschließt sich mir nicht ganz, aber andererseits ist mir das auch wumpe.
Der Hörer bekommt 40.30 Minuten feinsten Oi!, der bis auf 2 Cover, in Deutscher Zunge daherkommt.
Die goile rotzige Stimme, klingt wie extra dafür angetrunken, zu dem (ich möchte schon fast ursprünglichen Klängen sagen) Rhythmus. Der durchaus ein gewisses „Sing-a-Long“ Gefühl vermittelt. Also kein „Hau-drauf-Skinrock“, aber mit einer Spitzen Zunge, aus dem Leben von Gesellschaft und vor allem Szene. Das sind nicht die ’90, das sind die späten 1970 / 80 Jahre, wenn ich Schlagwerk und Gitarre schrammeln höre. Da kann die Scheibe schon mal vom „5 Uhr Tee“ in eine wilde Orgie übergehen, und man hat immer den richtigen Ton getroffen.
Mit „Way of Life“ wird einigen in Großbuchstaben ins Stammbuch geschrieben, und der Stolz in fetten Blockbuchstaben. Das trifft übrigens auch auf „Bruder vor Luder“ zu. Für dieses Thema ist der Sound schon fast zu fröhlich, aber der Kontrast macht es.
Natürlich darf der „Einzelfall“ und der „Schlachtruf der Tyrannei“ als politisch nicht korrekter Stiefelträger nicht fehlen.
Bei „Bootboys for Life“ wird mein kleines Herz zu einem saftigen Steak… Seufz.
Mit „Der Böse Bürger und „Saufen gehen“ (Darf nicht fehlen!) wird es zwar etwas rauer, aber „Hard“?
Auch das Allseits bekannte „Streetfight“ von Skrewdriver fällt unter diese Einordnung. Dabei ist es es sehr Originalgetreu und leicht schleppend vorgetragen. Wirklich sehr gelungen!
Unter „Bonus“ fallen dann 3 Liedlein mit Gastgesang. „Skinheadgirl“ stammt im Original von Symarip und wird hier mit Hilfe der Stimme von Skindogs vorgetragen.
„Face the Aggression“ (Condemned 84) von Smart Violence unterstützt, und „Warte nur ein Weilchen“ von den „Schusterjungs“. Durch die Band Rabauken, wurde diese alte Volksweise in der Szene doch sehr bekannt.
Ich könnte hier und da noch ordentlich in das Detail gehen, aber wer soll diesen Roman dann lesen?
Absolute Kaufempfehlung aus der Zitadelle!
[Neuerscheinung] Maniacs - The smart & the hard side (2026)
Beschreibung
Weißenfels wird einfach nicht müde uns immer wieder gute Musik im außergewöhnlichen Klanggewand zu präsentieren. Backstreet Maniacs ist quasi die Zweitkapelle eines Skinfront- Mitglieds. Die Musik wird allerdings völlig anders , ganz eigen präsentiert und ist kein müder Abklatsch sondern kommt jung, dynamisch und sehr rhythmisch daher. Vergleichbar ist im Grunde nur mit der Vorgängerband Frantic Rebel (hier geht es jedoch zu großen Teilen deutschsprachig zur Sache), wobei der Begriff Vorgängerband auch nicht ganz korrekt ist. Backstreet Maniacs sollte man als etwas komplett eigenständiges betrachten. Leichter Brickwall- Stil, rauhe, aber harmonische Stimme, Sing-A-Long Skinhead Rock´n´Roll! Die Aufmachung (auch wenn das nicht allen gefallen wird) ist bewusst einfach und ohne großen Schnick- Schnack gehalten und genauso von der Band gewünscht. Mehr Inhalt und Tiefe, weniger Chi- Chi drumherum.
Auf dem Debut geht es mit 9 eigenen Liedern scharf und 4 Covern, bei denen man sich bei dreien jeweils einen befreundeten Gastsänger von Skindogs, Schusterjungs und Smart Violence eingeladen hat.
Die eigenen Lieder machen zudem Laune, halten sich nicht immer an moralische Grenzen und den guten Ton, sprechen aber klipp und klar an, was in diesem Land, in unserer Szene und in jedermanns Alltag schief läuft. Dazu noch der ein oder andere sarkastische Seitenhieb nicht ganz ohne Selbstreflexion und das Ding ist eine runde Sache.
Das Album kommt als Jewelcase CD und im Digipac (von Hand in Folie verpackt) auf 500 Einheiten limitiert und handnummeriert.
Für alle die denken wir versuchen euch nur eine neue Band schön zu reden und zu verkaufen, schmeißt die Hörprobe an, überzeugt euch selbst und schlagt dann lieber zu:
https://www.fk-produktion.de/fk-produktionen/cds-1/#cc-m-product-16899334122
Backstreet Maniacs - The smart & the hard side (2026)
CD Rezension: Stahlkappenglanz - Ziehdie Stiefelendlich an (2026)
Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: PC-Records
Endlich wieder Radau aus „Glatzen-Anhalt“! Und damit sich das auch vernünftig anhören lässt, zieht euer treuer Freund und Erzähler gleich seine „… Stiefel endlich an“!
Bei Stahlkappenglanz scheint sich ein 2 Jahres Rhythmus einzupendeln. Demo 2022, Debüt CD 2024, und nun die neue Lichtscheibe 2026. Ein guter Rhythmus, wo ich einfach mit uns.
Deshalb habe ich dem Schreihals auch mein Kleingeld aufgedrängelt, damit ich hier über den Silberling meine Belanglosigkeiten ablassen kann. Dafür bekam ich auch den PIN, welcher den ersten Exemplaren beilag, und eine Widmung in schönster Schönschrift.
Das Jewelcase hat eine absolut passende Aufmachung. Schwarz – Weiß – Grau, würde ich es definieren. Auf dem Frontcover ein Skin, von dem man aber nur den Hals im zugeknöpften
Button-Down Hemd sieht. Mit dem bereits erwähnten PIN am Kragen.
Auf dem Backcover steht neben der Setliste eine Stolze Skingirl Mama mit ihren Kindern.
Ganz allerliebst!
Das Beiheft selbst hat mit fast schon „Kartonartigen“ Papier, satte 16 Seiten. Die Texte sind im Schreibmaschinen Typ abgedruckt und drumherum gibt es passende Bilder. Herrlich, die ’90 haben angerufen, auf Festnetz! Und doch, ist alles von heute. Ich liebe es!
Möchte dem Grafiker an dieser Stelle meine Hochachtung aussprechen.
Bevor wir nun den Abtaster anwerfen schnell ein Dosenbier besorgt, damit wir die 10 Lieder mit einer Spielzeit von 46.50 Minuten, auch zünftig zelebrieren können.
„Es geht wieder los“ schreit es aus den Boxen, und der „Hau drauf Skinhead Rock“ einer besseren Zeit scheppert durch die Zitadelle.
Es folgt „Zieh die Stiefel endlich an“, was ja auch der Name des Album ist. Nicht nur meinereiner fühlt sich sofort an Gerbenok und einem ähnlich klingenden Titel erinnert. Hat aber musikalisch und inhaltlich nichts mit einander zu schaffen. Singen die einen von Szene, singen die Stiefelträger aus „Glatzen-Anhalt“ von Widerstand und „in Ärsche treten“. Hätten wir das also auch geklärt.
„Nazi-Rock“ ist ein ganz besonderes Schmankerl im dargebotenen Reigen. Für mich DIE Hymne auf der CD: „Im Geist von Ian Stuart, echter Idealismus. Für die Freiheit und das Volk, Rock gegen Kommunismus“. Und als Sahnehäubchen gibt sich auch Uwocaust, mit einem Gastgesang, die Ehre.
Goiler Scheiß!
Diesmal gibt es sogar einen Titel in Englischer Sprache, der sich sogar gut anhört. Was bei Deutschen Kombos oft nicht der Fall ist: „Never Surrender“. Erinnert mich etwas an Vengeance mit „Forward into War“, wenn das noch jemand kennt.
Lokalpatriotismus darf, naturgemäß, nicht fehlen. Und so ist der Titel „Das Land meiner Ahnen“ nur nymphoman… äh, zwangsläufig.
„Du hast die Wahl!“ geht inhaltlich Tief, und wird sogar dezent von einem Klavier begleitet.
Bei „Eines Tages wird es enden“, erfreut uns eine liebliche Frauenstimme, bevor der Schreihals selbst es zu Ende bringt.
Ich muss zugeben, das ich mich in vielen Texten wiedergefunden habe. Der Sound ist der unverfälschte „Way of Life“ wie er in der Goldenen Ära der Skins in Deutschland beliebt war, und heute wohl wieder ist. Das Gesamtwerk holt mich einfach ab. Rau, unverfälscht, mit Klartext.
Ich freue mich schon darauf, in 2 Jahren (reicht vollkommen!) wieder einen Silberling aus „Glatzen-Anhalt“ zu ergattern. Bis dahin wird man Stahlkappenglanz sicher auf einer der Bühnen antreffen, die doch die Welt bedeuten sollen.
[Neuerscheinung] Stahlkappenglanz - Ziehdie Stiefelendlich an (2026)
Beschreibung
„Stahlkappenglanz“, die bekannt-berüchtigte Band, die mit ihrem Namen bei vielen Leuten wohl noch immer Augenrollen hervorruft. ABER: Selbst jene Kritiker attestieren den Herren Talent und jede Menge Spielfreude – was unzählige Konzerte im In- und Ausland eindrucksvoll beweisen. Auch auf ihrem zweiten Vollalbum hauen uns die Radau-Macher aus Glatzen-Anhalt wieder ihren harten und zugleich melodischen Skinhead-Panzer-Rock um die Ohren. Ehrliche, handgemachte Musik, der man die vielen Stunden im Proberaum und auf den Bühnen dieser Welt deutlich anhört. Und wer die Jungs schon einmal live erleben durfte, weiß genau, was hier gemeint ist. Die Mischung aus persönlichen, subkulturellen und politischen Themen spricht dabei eine klare und deutliche Sprache. Kein überintellektualisiertes Geschwafel – das Motto lautet weiterhin: KLARTEXT. Verpackt sind die zehn neuen Songs in einem schicken Beiheft, das keine Wünsche offenlässt. Passt, wackelt und rockt!
https://pcrecords.net/contents/de/d145.html
Stahlkappenglanz - Ziehdie Stiefelendlich an (2026)
CD Rezension: Jules Hates Frank - Alles wird gut (2026)
Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: Oldschool-Records
Punx not Red! Diesen Beweis liefern erneut die Jungs von der Wasserkante unter dem Lebensnahen Namen:
Jules Hates Frank.
Nachdem ich mit der CD Veröffentlichung „Diktatur der Toleranz“ im Herbst 2023 nicht ganz glücklich war, stieg die Erwartung doch sehr auf die vorliegende Lichtscheibe. Auch genährt durch gelegentliche Hörproben.
Also gehen wir es an.
Wie bei Punkrocker zu erwarten, gibt es kein Schnickschnack und Schischi, sondern ein solides Jewelcase.
Die Farbgebung möchte ich als „Dämmerungs-Orange“ bezeichnen. Auf dem Frontcover ist ein ausgebrannter VW Käfer (kein Beetle!) zu sehen. Übrigens der selbe "Käfer" auf der Rückseite des Beiheftes in Rauchschwaden und auf dem Backcover als Wrack. Da mir der Schreihals keine Auskunft über die von eurem treuen Freund und Erzähler vermuteten Bedeutung des Motiv geben wollte (Du Sack!), stelle ich einfach mal in den Raum, dass es etwas mit dem Namen des Album zu tun hat: „Alles wird Gut“. Denn auch die Geschichte des „KDF-Wagen“ nahm trotz des letzten Völkerringen noch einen positiven Verlauf.
Der Ziegenbock im Inlay dürfte eine dezente Anspielung auf den Titel „Sexsafari“ auf dem Album sein. Da bin ich mir zu 88% sicher.
Das Beiheft hat 12 Seiten. Die Texte von 9 Liedern sind dort „weiß auf schwarz“ gut und leserlich (sogar ohne Brille!) abgedruckt. Also alles was man braucht und nicht mehr.
Silberling in den Abtaster geworfen, und ab der Punk!
Fast 40 Minuten Deutscher Punkrock aus dem Land zwischen den Meeren, erwarten uns.
12 Tracks, von denen zwei Cover sind. Ein Separater Einspieler nach Art eines Jimi Hendrix geht dem Titel „“USA (Das Imperium)“ voran. Deshalb auch „nur“ der Text von 9 Stücken im Beiheft.
Und es geht auch flott mit „Arroganz durch Macht“ los. Ein goiler Sound von der Straße mit schriller Gitarre, dumpfer Schießbude und der rotzigen Stimme des Schreihals Ändi, weiß einem Stiefeljungen sofort zu begeistern. Trotz einer professionellen Studioaufnahme bleibt diesmal der Bier und Rauch geschwängerte Duft eines Ü-Raum daran hängen. Und das ist, was es ausmacht und in der Zitadelle gefallen findet. Denn es hört sich vom ersten Ton an, echt an.
Die Gesellschafts- und Politik Kritik, welche sich durch das gesamte Album zieht, ist genau das was man auch von Punkrocker erwartet. Textlich und musikalisch also voll auf die 12!
„Sauerländer Bauernfänger“ wurde bereits im Vorfeld der CD Veröffentlichung in diesem Internetz präsentiert. Ob das Lied von den Lakaien in der „Waschmaschine“ (Bundeskanzleramt) von Berlin, heimlich über Kopfhörer genossen wird, ist hier leider nicht bekannt. Vorstellbar ist es, bei dem bisher unbeliebtesten Kanzler der real existierenden BRD.
Neben dem bereits erwähnten Titel „USA (Das Imperium)“, und „Meldestelle für Rassismusfälle“, finde ich auch „P.A.K.“ (Punkrock-Antikommunismus), und „Die Keule (Langsam Reicht’s)“ besonders, auch inhaltlich, gelungen.
Von den Covern finde ich eines besser gelungen als das andere. Aber findet doch gerne selber heraus, welches für euch gelungen ist.
Mit dem Titelgebenden Lied „Alles wird Gut“, werden wir dann recht positiv verabschiedet.
Meiner Meinung nach eine deutliche Steigerung zum letzten Album, und deshalb auch von hier aus zu empfehlen. Ich muss nun endlich mal einen Termin für Fischbrötchen und Holsten Edel im Ü-Raum machen. Denn der Stil fetzt einfach und ich mag die Mucke, sowie die Jungs.
[Neuerscheinung] Jules Hates Frank - Alles wird gut (2026)
Beschreibung
JULES HATES FRANK – kaum ein anderer Name steht so sehr für Kompromisslosigkeit und nordische, testosterongeschwängerte Energie!
Die Punkrocker aus dem Norden melden sich mit ihrem neuen Album „Alles wird gut“ und 12 neuen Songs eindrucksvoll zurück an der Front.
Wie gewohnt rockig und melodisch halten sie der Gesellschaft den Spiegel vor und machen unmissverständlich klar, was sie von Fritze und seinem Gefolge halten. Doch auch die gefühlvolle Seite der Band kommt nicht zu kurz. So entsteht ein abwechslungsreiches Album voller Energie, Emotionen und ehrlicher Texte, bei dem jeder auf seine Kosten kommt.
12 Songs, ein 12-seitiges Booklet und das Ganze in edler matter Optik – ein starkes Gesamtpaket, das sich sehen und hören lassen kann.
Jules Hates Frank - Alles wird gut (2026)
CD Rezension: Storm of Mind - Sturm des Geistes (2026)
Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: OPOS-Records
Für euren treuen Freund und Erzähler war Storm auf Mind bisher unbekannt. Ihre Debüt Scheibe „Unbelehrbar Patriotisch“ brachten sie bereits 2011 heraus, was an mir völlig vorbei gegangen ist.
15 Jahre später gibt es ein Lebenszeichen in Form des Silberlings „Sturm des Geistes“, was zugleich die Deutsche Übersetzung des Bandnamens ist.
In der Zwischenzeit waren die Musikanten allerdings nicht untätig, denn sie sind maßgeblich u.a. bei Neubeginn oder Sick Society tätig. Zumindest sind das die Kombos, welche mir etwas sagen.
Interessant zu Wissen ist die Tatsache das, der Schreihals von Storm of Mind, gelernter Schlagzeuger ist und sich in anderen Bands auch in dieser Funktion verdingt.
Sozusagen ein „Phil Collins des Rechtsrock“.
Auch die Tatsache, das die Herren sich in einem Ü-Raum treffen und ihre Musik zusammen Proben und Einspielen, ist heute (leider) einer Erwähnung wert.
Die Lichtscheibe ist im Jewelcase erschienen. Auf dem Cover sehen wir eine Hinrichtung auf dem Elektrischen Stuhl. Bezeichnenderweise auf dem Backcover das ganze von hinten.
Das Beiheft mit 12 Seiten ist wie das Gesamte Erscheinungsbild vermutlich mit KI erstellt worden. Woran man sich (leider) inzwischen fast gewöhnt. Dabei aber nicht schlecht erscheint.
Positiv hervorzuheben ist die Leserlichkeit der Abgedruckten Texte.
Geboten werden 10 Lieder, die eine Spielzeit von satten 47.45 Minuten haben.
Auch wenn das Label in seinem Werbetext von einem „modernen, härteren RAC“ spricht, möchte ich den Stil mit meinen zarten Öhrchen eher in den Bereich Metal, Metalcore, etc. verorten.
Aber was weiß ich schon von Musik, ich schreibe nur darüber und gröle selbst manchmal in ein überteuertes Mikro.
Überhaupt ist es immer sehr interessant, wie die Wahrnehmung des Hörer und der Musikanten diesbezüglich, manchmal auseinander gehen. Mir geht es zumindest gelegentlich so.
Also ran an den Abtaster und die Nachbarn ärgern.
Mit dem Titellied „Sturm des Geistes“ beginnt der Reigen, welcher die Ohren mal richtig durchpustet. Man meldet sich mit klaren und verständlichen Worten zurück: „Wie ein Phönix aus der Asche steigen wir auf. Der Sturm des Geistes zieht wieder auf“.
Nicht nur textlich, auch gesanglich ist der Gesang immer gut zu verstehen. Kein Shouten oder Screamen, wie es genannt wird. Für mich ein Pluspunkt.
Mal Gesellschaftskritisch wie in „Mach dich frei“ oder „Poser“, welches auch als Szenekritik wahrgenommen werden kann. Mal mit Bezug zu unserem Arteigenen Glauben wie in „Yggdrasil“, mal sehr persönlich wie in „Gestern, Heute, Morgen“, scheppert die Doublebass rasend und die Gitarren mit harten Riffs durch die Boxen. Wobei es dennoch irgendwie Melodisch bleibt. Tempowechsel gibt es ebenfalls, so das man immer wieder neugierig ist, wie sich der jeweilige Titel entwickelt.
Neben den 8 eigenen Werken, werden auch zwei Cover zum Besten gegeben.
Zum einen „Machines“ von Shutdown, was mir ehrlicherweise überhaupt nichts sagt, und ich deshalb auch nicht bewerten kann.
Last but not least, zum Ausklang der CD, gibt es mit „The Rain will come again“ von Rahowa auf die Ohren! Und dieses Cover ist so dermaßen in jeglicher Hinsicht gelungen, dass es bei einer „Blindverkostung“, (ungeübter Ohren) sicherlich einige Punkte einheimsen könnte, wenn man fragt: „Welches ist das Original?“. Um nicht das erwähnte Original aus dem Regal zu friemeln, habe ich das Lied spontan mehrfach gehört. Also als Rahowa Cover Band, könnten sich die Jungs durchaus einen Kleinwagen nebenher verdienen, die Säle wären garantiert voll. Und ich mit dabei!
Keine Musik für meinen Alltag, aber abundzu auch für mich hörenswert. Außerdem gibt es über die Fähigkeiten der Musiker, keine zwei Meinungen. Die sind Top!















