CD Rezension: Fürstenbund - Wenn der Morgen graut (2026)

 

Geschrieben von Miesling News

Erschienen bei: One-Eight-Versand

„Es geht hier nicht um Auseinandersetzungen von Königen oder Fürsten, es geht um die Deutsche Substanz!“… Oh, ich glaube, ich bin gerade in der Falschen Tonspur, „...mein Freund!“.
Denn es geht doch um Fürsten, genauer gesagt um den Fürstenbund und seine Debüt Scheibe.
Um es vorneweg zu nehmen, der Name „Fürstenbund“ hat keine tiefere Bedeutung, er ist durch Wortspielereien im Ü-Raum entstanden.
Und damit sind wir auch schon bei einer positiven Bemerkung, denn die Musiker treffen sich tatsächlich in einem Ü-Raum, um ihr Spiel zu üben. Und diesem Umstand ist es wohl auch geschuldet, das hier wohl aus einem Projekt eine Band erwächst. Der Renitenz Daniel, ein Breakdown Gitarrist und ein Gitarrist mit viel Metal Erfahrung, schlagen hier ein neues Kapital für sich auf. 
Das auch andere Musiker die Ü-Raum und Live Performance verstärken hört man. Musik und Texte stammen aber vom Dreigestirn. Das erklärt auch das Symbol der Band mit den sich überlappenden 3 Ringen. Damit hat euer Treuer Freund und Erzähler euch mal wieder etwas Hintergrund und Mehrwert in dieser Rezension geliefert.
Der Silberling ist im Jewelcase erschienen. Auf dem Frontcover sehen wir eine Landschaft im Morgengrauen (Passt ja zum Namen des Album) und das Bandsymbol als Sonne, die im aufgehen begriffen ist.
Auf den 12 Seiten des Beiheftes, sind die Texte mit Bildern im selben (KI?) Stil unterlegt. Die Kontraste sind gut, und somit auch alles leserlich.
Dem geneigten Hörer erwarten 10 Titel mit einer Laufzeit von 44.57 Minuten. Wenn der Leser aufgepasst hat, verwundert die Laufzeit nicht. Denn ein „Deutscher Rechtsrock mit Metal Einfluss“ deutet sich schon durch die Besetzung an (Voluminöse Gitarren brauchen Raum und Zeit). Und wäre dann auch meine Beschreibung für das, was uns gleich aus den Boxen erwartet.
Wir starten mit „Löwenherz“, das mir im Zusammenspiel von Instrumenten, Stimme und Text sehr gut gefällt. Die Richtung ist gesetzt, und wird virtuos fortgesetzt bis zum letzten Ton auf dieser Lichtscheibe.
Ich bin ehrlich, bei der vorab Veröffentlichung des Titel „Einzelfall“, fremdelte ich etwas mit der Stimme. Aber wenn man das Gesamtwerk vor sich hat, ändert sich das ganz schnell. Hier passt alles zusammen. Die Stimme ist passend und rau zu dem treibenden Schlagwerk und dem fetzigen Gitarrenspiel und vor allem Solos. Hier kommt keiner frisch vom Musikunterricht, hier sind Profis am Werk. Die Texte sind nicht Goethe, aber auch nicht „Hau drauf“. Alles ist verständlich für das Ohr. Inhaltlich sind sie Motivation, Kritik an Politik und Gesellschaft, und Heroische Geschichte.
Ob „Unser Land“, „Schwerttreue“ oder „Ihr seid Schuld“, wenn man sich an das Klangbild erst mal gewöhnt hat, geht man auch voll darin auf. Hier und da finde ich Melodien und Riffs, die mich an andere Lieder und Musiker erinnern, aber das sind nur flüchtige Momente.
Bekanntlich komme ich ja aus einer anderen Musikecke, und präferiere diese zumeist auch in meinem Alltag. Aber Objektiv UND Subjektiv, bleibt mein Ohr durchaus an diesem „Mainstream-Rechtsrock“ hängen, weil er halt einfach gut gemacht ist. Das Wort „Mainstream“ (Kann man mit Massengeschmack übersetzen) soll hier aber nicht despektierlich gemeint sein. Sondern vielmehr, das es in der Gegenkultur, aber auch bei unbedarften Hörern, sicher Anklang im größeren Umfang finden wird. Da bin ich mir ziemlich sicher.
„Wenn der Morgen graut“ gibt als Titellied auch die passende Abschlusszeile zu dieser kurzen Besprechung:
„Ja wenn der Morgen graut erfüllen wir unsere Pflicht und führen dieses Volk aus der Dunkelheit ins Licht“.
Ruhig mal rein hören!