CD Rezension: Altstadtjungz - Hier spielt die Musik (2025)


 Erschienen bei: Germania-Versand

Geschrieben von Miesling News

Admiral Wiesel versucht sich mal im Deutschrock, wie er selbst im Rock Hate Podcast mitteilte.

Diesmal hat er sogar 2 Jahre investiert, um am Ende das auf 500 Stück limitierte DigiPack

„Hier spielt die Musik“ unter dem Namen AltstadtJungz beim Germania-Versand heraus zu hauen.

Über die Grafikarbeit von KGxPR Media lässt sich nicht motzen. Das Grundmotiv auf Cover und im 12 Seiten Beiheft ist eine Stadtsilhouette, unter einem Sternenklaren Nachthimmel.

Da dadurch Schwarz als Grundfarbe vorherrscht, sind auch die Texte der Lieder im Beiheft recht gut im Kontrast zu lesen.

2019 gab es bereits eine Veröffentlichung unter dem Namen AltstadtJungz. Dazu kann ich aber nichts sagen, weil diese völlig an mir vorbei lief.

Hier soll es jetzt eine Steigerung gegeben haben zur „Schon immer anders“ Debüt Scheibe.

In fast 42 Minuten Spielzeit werden 10 Lieder zum Besten gegeben.

Da man ursprünglich in den Mainstream „Deutschrock“ wollte, fehlen natürlich politische Aussagen völlig auf dem Silberling.

Es sind mehr Zwischenmenschliche Texte, die uns aus den Boxen entgegen schallen.

Viel Erinnerung, bissel Gesellschaftskritik, was der Wochenendrebell in der real existierenden BRD halt nach seiner 9-5 Woche so hören will.

Das man(n) sich hier 2 Jahre Zeit gelassen hat (O-Ton Wiesel) hört man nach Meinung eures treuen Freund und Erzählers durchaus raus. An den Instrumenten geht es sehr melodisch zu, und gar nicht so runtergeschrammelt wie sonst im „Rumpelrock“ des Künstlers.

Vielleicht ist es nur Einbildung, aber manchmal hat man das Gefühl, es begegnen einem Bekannte Melodien und Riffs. Insbesondere bei „Letzte Reise“ verstärkt sich dieser Eindruck sehr.

Textlich bewegt man sich halt im Hinterhof von Tanten, Weimar, FreiWild, etc., was man aber auch erst mal Singbar zu den Noten schreiben muss.

Der Einstieg im Liederreigen ist auch das Titellied „Hier spielt die Musik“. Natürlich hört man sofort die Stimme von Wiesel raus. Eine Stimme ist halt eine Stimme. Und nur wenige können so mit ihrer Stimme spielen, das sie sich auch völlig anders anhören kann. Aber der Sangesknabe gibt sich hier durchaus Mühe. Lässt auch mal einen Ton „auslaufen“. Ich bin mir sicher, es wurden für diese Lichtscheibe sicher mehr als nur jeweils ein Versuch pro Zeile aufgenommen.

Inhaltlich gefällt mir „Vater unser“, „Er wird dich nicht retten“ und „Lieder von Einst“.

Mein persönlicher Favorit ist allerdings „Aus Liebe zur Musik“. Musikalisch und stimmlich einfach schön. Ja, Wiesel kann auch in schön!

Der letzte Titel ist meiner Meinung nach kurzfristig auf diese Scheibe kommen. „Willst du“ ist ein Heiratsantrag in musikalischer Form. Und ich glaube, sie hat auch JA gesagt.

Eine persönliche Note, sozusagen, mit der die Romantische Ader des Hörers sich evtl. angesprochen fühlt.

Fazit:

Kann man(n) machen, muss man(n) aber nicht.