Geschrieben von Miesling News
Diese Produktion läuft nun schon eine geraume Zeit im Abtastgerät, und bis dato fällt es mir durchaus schwer eine Bewertung vorzunehmen. In Gesprächen mit Kameraden, welche diese erste Produktion von Flak nach 7 Jahren Pause ebenfalls gehört haben, ist das meistgenutzte Wort:„Ambivalent“.
Euer treuer Freund und Erzähler will dennoch versuchen zu einer Bewertung zu kommen.
Fangen wir mit Aufmachung etc. der Scheibe(n) an.
Zunächst ist es erwähnenswert, dass wir es hier mit einer Doppel CD zu tun haben. Auch ein Thema, welches in der Hörerschaft diskutiert wird. Denn man(n) hätte sich auch mit einer CD begnügen können, wenn man mehr oder weniger von der Laufzeit ausgeht. Eine CD kann mit 74 Minuten bespielt werden. Wenn wir CD 1 mit 33.40 Minuten und CD 2 mit 40.39 Minuten zusammenrechnen, liegen wir lediglich 19 Sekunden über dem Limit einer Lichtscheibe.
Ob ein tieferer Sinn hinter der Aufteilung, Auswahl und Auflistung auf 2 Silberlinge liegt, entzieht sich meiner Kenntnis. Schon das weglassen des Bonus Liedes „Der Deutsche Sturm“ (Live) hätte die Kosten für Label und Konsument gesenkt. Aus hiesiger Sicht, wenn auch nett, macht das Stück hier nämlich keinen Sinn.
Käuflich zu erwerben gibt es die Lichtscheiben in 3 Versionen:
Jewelcase
1000 Digipack
100 Holzboxen
Die Holzboxen sind schon Ausverkauft, wie der geneigte Leser wohl richtig vermutet.
In der Zitadelle liegt das Jewelcase vor.
Der Titel des Doppel Album „Macht.Musik“ kann mehrfach gedeutet werden, und wird es auch.
Bewegen wir uns also hier auf dieser sogenannten „Metaebene“?
Macht man(n) hier Musik? Kommt Macht durch Musik? Symbolisiert die Musik die Macht? Und was bedeutet der Punkt zwischen beiden Worten? Man(n) könnte sich bei einem guten Cognac und einer guten Zigarre vor einen prasselnden Kamin setzen und das mal über Nacht ausdiskutieren.
Die Optik / Grafik wurde von dem, von mir sehr geschätzten, Flatlander gestaltet.
Auf dem Frontcover sieht man die Viktoria auf der Spitze der Berliner Siegessäule, wie sie auf die Berliner Skyline schaut.
Das Beiheft, welches 16 Seiten zählt, ist in den Farben der Partei
„Die Heimat“ gehalten. Zufall? Immerhin ist Phil / Flak auch Funktionär der Partei. Die zumeist umfangreichen Texte, sind passend mit Motiven zum jeweiligen Thema, abgedruckt. Leider Teilweise etwas sehr klein, und nicht immer in gutem Kontrast. Warum der Titel „Schneeweißchen“, im Beiheft plötzlich „Schneewittchen“ heißt, halte ich für einen der inzwischen leider üblichen Flüchtigkeitsfehler.
Aber alles in allem, weiß die Optik insgesamt sehr zu gefallen.
Jetzt haben wir schon seit 2 Tassen Tee mit Klüntje über die „Verpackung“ sinniert. Da wollen wir dann auch mal zum „Inhalt“ schreiten.
Also CD 1 in den Abtaster legen:
Das Intro bestreitet der Beste Redner und Referent, welchen die Nationale Opposition derzeit zu bieten hat. In 1.42 Minuten erklärt Sven Skoda dem Hörer: „Wir befinden uns im Krieg…“.
So dann beginnt der erste Lieder Reigen mit „Kali Yuga“. Der aus dem Hinduismus stammende Begriff ist dem Arteigenen Begriff „Ragnarök“ gleichzusetzen, wenn man es herunter brechen will.
Musikalisch geht es hier schon ziemlich zur Sache. Power Metal war das erste was mir eingefallen ist, um die Arbeit an Gitarre und Schlagwerk zu beschreiben. Auch sonst sind wir bei den insgesamt 15 Titeln (Mit Ausnahme von „Sonnentraum“) auf einer recht flotten Schiene Unterwegs. Von verschiedenen Spielarten des Metal und Rock, gibt es auch Sprechgesang und mit dem Bonus Titel auch einen Klassiker des Rechtsrock. Also eine breite Palette, die von dem meisterlichen können des Künstlers zeugen, da gibt es keine zwei Meinungen. Auch Flak seine markante Stimme zieht sich einwandfrei durch alle Stücke. Manch ein Protagonist bezeichnet die Stimme von Flak als „geheule“. Meiner einer wäre froh, so eine Gesangsstimme sein eigen zu nennen. Sie kann Ballade ebenso wie Rock und Metal. Da ziehe ich doch meinen nicht vorhandenen Hut.
Mit „Blood, Sweat, Respect“ gibt es auch einen Titel in Englischer Sprache. Und mit „LGBTQ-Callboy“ einen Titel, der zur Hälfte in Englisch und zur Hälfte in Deutsch gesungen wird.
Auch wenn ich mich in dieser Rezension nicht stur an die Reihenfolge der Lieder auf den Silberlingen halte, so wollen wir nun doch zur CD 2 schreiten, welche mit dem Titel „Heimatjugend“ beginnt. Dieser Titel könnte zur inoffiziellen Hymne der Parteijugend (Junge Nationalisten) von „Die Heimat“ werden. Aber auch allgemein ein Lied der Deutschen Jugend sein.
U.a. gibt es auf der CD 2 auch einige Titel, die noch einmal „verwurstet“ wurden.
So die Titel „Spazier’ mit mir!“ und „1871-Die Deutsche Frage“. Aber auch bei „Sonnentraum“ und „LGBTQ-Callboy“ beschleicht mich der Gedanke, die Titel schon einmal gehört zu haben.
Man könnte fast sagen, hier wurde der „Japanische Weg“ gegangen. Denn wie ich hier und da schon einmal feststellte, Verwursten auch unsere Freunde aus dem Land der aufgehenden Sonne ihre Lieder immer wieder auf neuen Tonträgern. Mal neu oder anders eingespielt, manchmal auch einfach erneut. Ist das jetzt abgefärbt? Oder waren diese Lieder bisher nicht haptisch zu erstehen?
Jedenfalls entsteht das Gefühl, hier wurde einfach die Trackliste aufgefüllt.
Wenn man mich nach meinen Favoriten auf diesen Lichtscheiben fragen würde, könnte ich wohl „Sonnentraum“ und „1871-Die Deutsche Frage“ nennen. Letzteres Lied aber wohl hauptsächlich, weil Gigi beteiligt ist. Apropos „Beteiligt“:
Gaststimmen auf diesem Doppelalbum gibt es nicht nur von Gigi. Desweiteren gab es eine Zusammenarbeit mit Leni, Ethos, Proto NDS, Runa und Nils am Chello. Auch wenn ein Chello naturgemäß keine Stimme ist.
Fazit!?:
Wenn wir von der Stimme und dem können an den Instrumenten ausgehen, habe wir hier eine fast professionelle, Mainstream taugliche, Produktion. An Texten wurde wahrlich nicht gespart, was inhaltlich (fast durchgehend) sehr gut ist, aber auch verhindert das hier eine echte Hymne (Außer evtl. bei der JN) oder ein Gassenhauer hängenbleibt.
Also sind wir am Ende dieser Rezension wieder dort, wo wir im ersten Absatz angefangen haben:
Es ist Ambivalent.
Am Ende des Tages entscheidet daher, wie immer, der Hörer in der Gegenkultur über den Erwerb der Produktion und seiner eigenen, subjektiven, Meinung zu dieser Produktion.
