CD Rezension: Generation der Treue - Selbstjustiz (Demo) (2025)

 


Erschienen bei: Rebel-Records

Geschrieben von Miesling News

Es gibt noch Demos? Also nicht die auf der Straße, obwohl man sich manchmal auch hier wieder aus Nationaler Sicht mehr von ihnen wünschen würde. Nein, euer treuer Freund und Erzähler spricht von Demos neuer Bands und Künstler.
War es früher gang und gäbe, das man erst mal ein Tape mit Ü-Raum Aufnahmen unter das Volk geworfen hat (um zu schauen wie das Geschrammel denn beim Pöbel ankommt) gibt es das heute nur noch selten und wenn dann zumeist als Digitale Spur auf dem Feldfernsprecher für einen ausgewählten Kreis.
Der Künstler hinter Generation der Treue geht im hier und jetzt den Alten Weg. Mit Hilfe von Rebel-Records wird hier eine Demo CD zu einem schmalen Taler vorausgeschickt.

Im Jewelcase mit 4 Seiten Beiheft / Faltblatt wird die MCD präsentiert.
Das Cover mit den beiden Masken und dem Kreis kommt mir irgendwie bekannt vor. Kann aber auch nur ein Déjà-vu sein. Die Texte der 5 Lieder sind im Beiheft / Faltblatt abgedruckt, und das ist für ein Demo auch völlig ausreichend. Die Grundfarbe der Gestaltung ist ein bescheidenes Grau.
5 Lieder? Es werden doch 6 Tracks aufgelistet!? Ja, aber wir haben es in den sehr guten 17 Minuten Spielzeit auch mit einem fast 1.50 Minuten Intro zu tun, welches lediglich mit einer Szene(n) aus einem Film oder einer Serie unterlegt ist.
Was sich bereits im Intro bei der Gitarre und der Schießbude abzeichnet, bewahrheitet sich dann auch in den folgenden Titeln:
Es geht hier in die Flotte Hardrock / Metal Ecke, was den Sound betrifft. Was gefühlt in die Masse der Veröffentlichungen in den letzten Monaten passt, dass man gerne die Harte Schiene bedienen möchte.

Schon in den Namen der Lieder erkennt man die Inhaltliche Stoßrichtung des jungen (?) Künstlers:

Obsession“, „Leitkultur“, „Farben der Provinz“, „Kämpferherz“ und „Keine Gerechtigkeit“.

Das Spiel an den Instrumenten läuft schon richtig flüssig und manchmal glaubt man auch ein bekanntes Riff oder Melodei zu vernehmen. Aber dies wirkt nicht gewollt.
Die Texte sind bereits sehr ausgereift. Insbesondere „Farben der Provinz“ gefällt mir da sehr gut.

Auch die Stimme ist kräftig und klar. Das es manchmal etwas dünne klingt, liegt wohl an der Abmischung. Und da wir hier von einer Demo CD sprechen, kann es bei einem Vollalbum garantiert nur besser werden. Außerdem macht auch die Übung den Meister.
Alles in allem steckt in diesem Demo sehr viel Potential. Und es würde mich doch sehr wunder nehmen, wenn wir hier nicht mittelfristig etwas mehr von diesem Projekt zu hören bekommen.

Gebt dem „Nachwuchs“ eine Chance und lauscht gerne mal rein in die Generation der Treue!