Wer bereits die Darbietungen von Symphonie des Blutes oder Pionier etwas abgewinnen konnte, dürfte sich auch bei K.T.E.
(Kameradschaft, Treue, Ehre)
gut aufgehoben fühlen.
Denn wenn man auch schon seit weit mehr als einem Jahrzehnt nichts mehr von dieser Kombo offiziell vernommen hat, beteiligte man sich doch u.a. an dem Künstlerischen Schaffen der genannten Kapellen.
Und nach dem man zuletzt immer wieder Gastgesänge von K.T.E. wie z.B. auf dem Punikoff Sampler Vol.3 hören durfte, war das erscheinen eines neuen Vollalbum nur eine Frage der Zeit.
Erschienen ist das neue Lebenszeichen als Jewelcase und als Holzbox.
Die Holzbox ist auf 150 Stück limitiert, und enthält zusätzlich einen Küchenmagneten sowie einen USB Stick. Auf diesem ist das Album und das Demo von 2006 enthalten.
Vorliegend ist das klassische Jewelcase.
Das Cover, als auch das 12 Seiten Beiheft ist in schlichtem Schwarz / Weiß gehalten.
Auf dem Cover sehen wir den Küchenmagneten… Äh, das Logo von K.T.E. 🤭 Darin die Jahreszahl 2006 in Römischen Lettern. Warum die Lateinische Jahreszahl 2025 in der „Umrandung“ mit Lebensrune und Todesrune eingerahmt ist, erschließt sich mir nicht. Vermutlich einfach so ein Design Ding.
Die Aufmachung im Beiheft ist Schlicht, aber gut gelungen, wie euer treuer Freund und Erzähler meint. Nur mit der Schriftart und dem Kontrast hat man sich keinen Gefallen getan. Vielleicht sollen die Texte aber auch nicht von jedem gelesen werden können. Dann macht es Sinn. ☝🏻
Auf dem Backcover ist leider die Reihenfolge der Lieder durcheinander gekommen. Lied 6 und 7 wurden vertauscht. Eine missliche Geschichte, die mir in den letzten Monaten (so und ähnlich) leider bei verschiedenen Labels aufgefallen ist. Deshalb an dieser Stelle nochmal die Bitte an ALLE Produzenten, Labels und Künstler: Lasst lieber noch ein 3., 4., 5. Augenpaar über die Produktion schauen! Tut gar nicht weh!
Aber Frohe Kunde in diesen trüben Tagen: Rebel-Records lässt das Inlay, verbessert, Nachdrucken. Und wer möchte, bekommt auf Anfrage oder der Nächsten Bestellung, das Inlay zum Austauschen. Dann kann der innere „Monk“ ruhig schlafen, und die Scharte ist ausgewetzt!
Wenn das mal kein Kundenservice ist!
Geboten werden dem Hörer 11 Lieder mit einer Spielzeit von fast 41 Minuten.
K.T.E. gehen auf dem Silberling flott aber nicht überhart zur Sache. Trotz dem Dampf auf Gitarrensaiten und der Schießbude, sowie der vollen Stimme des Schreihalses kommen Eingängige Melodien nicht zu kurz. Die Abmischung von Suicide Records findet in der Zitadelle gefallen.
Besonders gefallen haben mir die beiden Stücke mit Gastgesang. Da wäre zum einen „Bezahlte Heuchler“, wo des Schreiberlings liebste Butterblume, Uwocaust“ seinen Beistand leistet. Inhaltlich bekommt hier die sogenannte „Antifa“, musikalisch mit dem eigenen Hammer auf die Fresse.
Bei „Der Morgen wird unser sein“ (Bekanntlich im Original von Division Germania) beteiligt sich der Schreihals von Hausmannskost an, diesem immer wieder gerne gehörten, Klassiker.
Aber auch die etwas langsamerer vorgetragene Melodei weiß zu gefallen. Der Titel „Sehnsucht“ hat zwar nicht unbedingt weniger Dampf als die anderen Titel, aber ist für meinen Geschmack ein Titel, der in so einer Form öfters vorkommen darf. Auch wenn „Sehnsucht“ nicht unbedingt das Gesamtalbum repräsentiert, so ist es doch mein Anspieltipp und Favorit von K.T.E., neben dem Titellied "Funke zur Flamme", auf der Lichtscheibe.
Kann man ohne Bedenken in den Warenkorb, beim Händler des Vertrauens, legen.
