Erschienen bei: OPOS-Records
Geschrieben von Miesling News
Und wieder ist ein Silberling vom Band der Rumpelrock Schmiede gelaufen. Diesmal hat sich Wiesel unter dem Projektnamen Heureka der Größten, Wichtigsten, und Besten Band des RAC auf der Welt angenommen: Skrewdriver! Skrewdriver ist Ian Stuart und Ian Stuart ist Skrewdriver, das weiß ein jeder, der nicht gerade vom demokratischen Baum der Politisch Korrekten Oi! Musik gestiegen ist.
Deshalb ist es auch eine besondere Herausforderung Ian seine Lieder zu spielen. Weil man noch mehr als sonst bei Covern, am Original gemessen wird. Für versierte Musiker mag es evtl. nicht schwer sein, die Melodien von Ian zu spielen. Aber hat man die Stimme dazu, bringt man es auch rüber, was der Größte und Wichtigste unserer Musiker, Anführer, Kameraden, in der (ehemals) Bewegung sagen wollte? Euer treuer Freund und Erzähler möchte es hier für euch, ehrlich, offen und naturgemäß subjektiv, einordnen.
Erschienen ist der Silberling als Digipack. Die Formulierung des Labels lautet genau:
„Die ersten 500 Stück erscheinen als Digipack“.
Inzwischen wurde vermeldet, dass die 500 Digipack tatsächlich ausverkauft sind und es jetzt nur noch das Jewelcase gibt.
Da bin ich doch etwas sprachlos. Andererseits, wenn irgendwo Skrewdriver draufsteht, verkauft es sich halt von selbst.
Auf dem Cover sind die Kaiserliche Reichskriegsflagge, sowie der Union Jack abgebildet.
Davor eine Gitarre und natürlich Schriftzug von Projekt und Titel.
In der Seitentasche findet man das 12 Seiten Beiheft mit selben Cover. Die Texte der, ins Deutsche übersetzten und betitelten, 12 Lieder kann man dort nachlesen.
Allerdings kommt das Beiheft ziemlich lieblos daher. Alles wurde hintereinander irgendwie runter gerattert und zusammengequetscht. Die durchweg bekannten Bilder im Heft lockern das ganze auch nicht optisch auf. Ursprünglich haben KGxPR Media als Grafiker sich schon etwas ausgedacht, Optik einer alten Zeitung, aber da ist wohl einiges im Zusammenspiel von Grafiker, Label und Druckerei verpeilt worden.... Keine Glanzleistung, meine Herren. Und das dies auch noch so in Druck ging… Es ist einfach nicht angemessen! Das Cover ist völlig i.O. aber der Rest… Jonge.
Nach einem Kamillentee zur Beruhigung, die Lichtscheibe in das Abtastgerät gelegt.
Angezeigt wird eine Spielzeit von 42.31 Minuten.
Wie bereits erwähnt, hat Wiesel alles aus dem Englischen Original in die Sprache von „The Fatherland“ übersetzt.
Die Hymnen vieler Generationen (So kann man durchaus inzwischen sagen) heißen hier u.a. :
„Europa Zuerst“, „Hey mein Freund“, „Der Morgige Tag ist mein“, „Land aus Eis“, „Auf Einmal“, oder „Als der Schnee fiel“.
Welcher Titel zu welchem Original gehört, erkennt der Skinhead, Bootboy, etc. von Welt, natürlich schon nach wenigen Noten.
Wenn unwillkürlich und unausweichlich sofort im Kopf die Millionenfach gehörten Lieder im Original erklingen, stellt man fest, das es hier teilweise gefühlt etwas schleppender und auch dumpfer zugeht, als es damals eingespielt wurde. Dies mag ein subjektiver Eindruck sein, aber ich hätte mir das ganze etwas höher gewünscht. Die für mich Beste spielerische und gesangliche Leistung gibt es bei der Rockballade „Gone with…“ äh… „Vom Winde verweht“.
Ich verstehe sehr gut, das es manchmal schwierig ist Texte so in das Deutsche zu übersetzen das es Straffrei und Singbar ist. Irgendwie klappt das hier in Gänze aber nicht so, das es immer Akzeptabel ist. Auch will die Stimme von Wiesel irgendwie nicht so wirklich passen. Sie ist zu Rau für Skrewdriver. Hat es nach hiesigem dafürhalten bei der „Verhassten Gesellschaft“ (Hate Society Cover) noch gut gepasst, ist Skrewdriver für Wiesel doch eine Nummer zu groß. Und das sage ich mit allem Respekt vor einem Musiker und Künstler. Für Liederabende hat Wiesel sein Repertoire aber erweitert. Denn live passt es sicher besser als auf CD.
Es tut mir fast in der Seele weh, weil es auch Skrewdriver betrifft, aber dieser Wurf ging daneben.
