Geschrieben von Miesling News
Julfest, Rauhnächte, genau die Richtige Zeit für das neue Sturmwehr Konzeptalbum „Feuerregen“.
Es gibt viele Silberlinge, welche sich mit dem Arteigenen Glauben beschäftigen.
In vielen musikalischen Spielarten.
Sturmwehr hat den Rechtsrock diesmal mit der Welt der Götter und der Mythen verbunden.
Erschienen ist die Lichtscheibe im Jewelcase. Als optisches Hochlicht gibt es davon 700 Stück im Pappschuber.
Vorliegend ist die Version ohne Pappschuber.
Das Beiheft ist optisch voll auf den Inhalt abgestimmt. Auf dem Cover ist der Allvater hinter der Yggdrasil zu erahnen. Seine treuen Wölfe Freki und Geri flankieren ihn. Im Weltenbaum selbst sitzt ein Rabe. Ist es Hugin (Der Gedanke) oder Munin (Die Erinnerung)?
Auch im 12 Seiten Beiheft bleiben wir in einer Welt der Schatten und Mythen. Die Bilder passen jeweils zu den Texten der Lieder, welche alle abgedruckt sind.
Leider ist der Kontrast von Schrift und Bildern etwas schwach und das Lesen strengt mich an, aber ich benötige sowieso eine neue Brille.
Abgesehen davon ist der Gesang aber so gut verständlich, das man das Beiheft kaum benötigt. Schön anzusehen ist es aber, und somit ein Mehrwert.
Da freut sich das Abtastgerät aber schon auf die Lichtscheibe, und wir wollen uns bei Tee mit Klüntje den Melodeien widmen.
Geboten werden 11 Tracks, mit einer Spielzeit von fast 43 Minuten.
Wenn wir das Intro „Ruf des Raben“ abziehen, haben wir 10 Lieder, welche sich mit den Kämpferischen Aspekten unseres Arteigenen Glauben und deren Geschichten beschäftigt.
Als Agnostiker mit Hang zum Arteigenen Glauben, sind mir die Inhalte der Lieder durchaus bekannt. Und euer treuer Freund und Erzähler findet sie durchaus gut umgesetzt.
Die musikalische Reise führt uns von Helheim (Reich der Toten) und ihrer Göttin „Hel“, über den Weltenbaum „Yggdrasil“ zur „Wolfszeit“, in der Jens stark mit seiner Stimme spielt und teilweise an Blackmetal erinnert, aber ohne dabei ebenso unverständlich zu sein oder gar Fremdscham aufkommt. Der Junge überrascht mich doch immer wieder.
An manchen Stellen erinnert mich die Scheibe an die Balmung CD „Auf der Suche nach Thule“ aus dem Jahr 2000. Was ich als positiv bewerte. Z.B. bei „Wir wetzen die Klingen“.
„Nidhöggr“ (Nicht zu verwechseln mit der Midgardschlange) wird ebenso erwähnt wie „Hugin und Munin“.
Mit dem Titellied „Feuerregen“ wird Ragnarök beschrieben. Ob wir diesen bei der aktuellen Weltlage erleben werden, wissen wohl nur „Die Nornen“.
„Die Nornen weben die Möglichkeiten, doch du allein musst den Weg beschreiten!“ 🎶
Aus persönlichen Gründen mein Lieblingslied von der Scheibe.
Mit „Aurora“ und „Asgardsreien“ klingt die Scheibe dann aus, Und der geneigte Hörer ist es mehr als zufrieden.
Sturmwehr ist in Zusammenarbeit mit Das Zeughaus als Label, eine wirkliche gute Konzeptscheibe gelungen, was in unseren Breiten ja leider nicht immer der der Fall ist.
Deshalb aus der Zitadelle die Empfehlung sich den Silberling nicht entgehen zu lassen.
