Geschrieben von Miesling News
Erschienen bei: Heimdall-Versand
Mit, aus Gründen, einigen Wochen Verspätung... traf dann doch noch der „Frontgesang“ zum „Blitzkrieg“ in der Zitadelle ein.
Zunächst war, euer treuer Freund und Erzähler, etwas verwirrt. Hat jetzt die Band Blitzkrieg einen Frontgesang verfasst, oder der Frontgesang einen Blitzkrieg? Letzteres ist der Fall.
Denn wenn man auf das Backcover des Jewelcase schaut, findet man neben dem Heimdall-Versand auch den Hermelin-Versand als Verantwortliche der Lichtscheibe. Und was sagt uns das?
Jenau: Admiral Wiesel hat wieder etwas gebastelt.
Die Erdbraune Optik, inkl. 12 Seiten Beiheft, hat übrigens KGxPR Media erstellt.
Geboten werden 10 Lieder, mit einer Spieldauer von genau 35.52 Minuten.
Diesmal hat das umtriebige Wiesel die Titel unter folgenden Projektnamen verteilt: Heureka, Regiment 25, Eisernes Gebet, Landwehr Kommandeure, sowie Doitsche Toifel.
Die beiden letztgenannten Namen, waren mir neu.
Das Label bewirbt hier eine Konzeptalbum zum Thema „Blitzkrieg“.
Inhaltlich könnte man es eher „Vom Glorreichen Anfang-Zum Bitteren Ende“ benennen.
Den jeweiligen Titeln sind auf der Setliste Jahreszahlen zugeordnet: Von 1939 bis 1945, wobei das Kriegsjahr 1942 ausgelassen wurde.
Den Anfang macht Regiment 25 mit „Septembersonne“, die Stimme gefällt mir auf dem Silberling am Besten. Wobei ich beim 2. Lied „Nordland“ vom Schreihals des Regiment 25, bei dem ersten Lauschen teilweise den Verdacht hatte, da singt jemand von Kategorie C.
Bleibt dennoch die Beste Stimme auf der CD.
Eisernes Gebet ist gleich 3 mal vertreten. Aber egal was der Gute Mann auch singt, hört sich alles monoton an. Gut, die Musik im Hintergrund der verschiedenen Stimmen, ist auch sehr gleichförmig. Aber da kann doch die Stimme zumindest versuchen, etwas Abwechslung, zu produzieren. Mehr als schief gehen kann es ja nicht…
Heureka (Wiesel Original) ist ebenfalls 3 mal vertreten.
Zu den anderen Projektnamen erspare ich mir weitere Ausführungen.
Kann ich bei den meisten Projekten von Wiesel zumindest die fundierten Texte loben, so erscheint es hier als wäre nach dem Motto „Reim dich, oder ich Fresse dich“, verfahren wurden.
Und gerade von einem Mann mit so einem fundierten Wissen über viele geschichtliche Dinge, hätte ich wie bei einem Lied über den Polenfeldzug 1939 erwartet, das er weiß: Das Panzerfaust und Sturmgewehr erst 1943 zur Truppe gelangten (Ich gehe zumindest davon aus, das alle Texte aus Wiesel seiner Feder stammen).
Liest sich jetzt wie korinthenkackerei, aber wo ich gerade so in Schwung bin… Manche Texte haben eine gewisse „Melancholie“, die bis zum Negativen (für mich) reicht. Kann man natürlich so machen, evtl. auch Zensur bedingt, aber naja...
Ich sage mal so: Für die Top Ten der nächsten CD Jahresumfrage, wird es bei mir nicht reichen.
Nachsatz:
Zur Erinnerung für einen jeden, möchte ich an dieser Stelle wiederholen was ich jedem Musiker und Label sage, wenn mir etwas zur Verfügung gestellt wird: „Es gibt keine Gefälligkeitsgutachten!“.
Ich jubel nichts für Freiexemplare oder durch Privater Sympathie hoch, geschweige denn für Anerkennung.
Aber ich ziehe auch niemanden herunter oder beleidige ihn. Ich möchte meine Worte im Zweifel immer als konstruktive Kritik verstanden wissen! Denn immerhin nimmt sich ein jeder Musiker Zeit und gibt sich Mühe etwas zu vollbringen. Und das ist am Ende auch eine Anerkennung wert.
Was nicht heißt, das er sich nicht kreativ verbessern darf.
Am Ende des Tages entscheidet aber immer der Hörer, und somit der Käufer.
