Viele Menschen glauben ernsthaft, Ordnung entstehe nur durch den Staat. Im Kern ist das auch nur eine Abwandlung des Narrativs „ohne politische Macht würde plötzlich alles im Chaos versinken“.
Dabei sieht man das Gegenteil jeden einzelnen Tag. Häfen, Flugverkehr, Lieferketten, Unternehmen, Bauprojekte, Technologien, globale Märkte – all das funktioniert durch freiwillige Kooperation zwischen Millionen Menschen, die miteinander arbeiten, handeln, planen und organisieren.
Nicht weil sie gezwungen werden.
Sondern weil Zusammenarbeit für alle Beteiligten sinnvoll ist. Der Staat hingegen organisiert Dinge vor allem über Zwang, Vorschriften, Gewaltmonopole und Durchsetzungsmacht.
Und trotzdem hält sich hartnäckig der Mythos, dass Ordnung nur dort existieren kann, wo Menschen kontrolliert werden.
Die Realität zeigt etwas anderes: Die meisten Strukturen, auf die unser Alltag angewiesen ist, entstehen durch freiwillige Kooperation und nicht durch Zwang.
Das man das nicht sehen kann liegt für mich am ehesten daran, dass man es nicht sehen will. Man muss nur einmal anfangen, wirklich hinzusehen.
